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Alle machen Abstriche: MediaTek und Qualcomm reduzieren für günstigere Flaggschiffe heimlich die Zahl der GPU-Kerne

Die Snapdragon 8 Elite Gen 5 V-Serie und der Dimensity 9500.
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Die Snapdragon 8 Elite Gen 5 V-Serie und der Dimensity 9500.
GPU-Binning entwickelt sich still und leise zur bevorzugten Strategie für günstigere Flaggschiff-Chips: Sowohl MediaTek als auch Qualcomm reduzieren die Zahl der GPU-Kerne, während die Spezifikationen von CPU und NPU unverändert bleiben.

Ein Geekbench-Eintrag für ein Gerät mit der Modellnummer vivo V2573A, bei dem es sich vermutlich um die iQOO Neo 11 Extreme Edition (至尊版) handelt, weist anstelle der Mali-G1-Ultra MC12 mit zwölf GPU-Kernen im regulären Dimensity 9500 eine Arm Mali-G1-Ultra MC11 mit elf GPU-Kernen aus. Unter Android 16 erzielte das Gerät in Geekbench 6.7.1 3.445 Punkte im Single-Core- und 10.517 Punkte im Multi-Core-Test. Die CPU-Konfiguration entspricht ansonsten der des regulären Chips.

Das Geekbench-Ergebnis des iQOO Neo 10 Extreme Edition.

Das ist kein Einzelfall. MediaTeks eigener Dimensity 9500s, bei dem es sich um einen umbenannten Dimensity 9400+ handelt, kommt je nach Gerät mit zwei verschiedenen GPU-Konfigurationen zum Einsatz. Das Redmi Turbo 5 Max nutzt die vollwertige Mali Immortalis-G925 MC12 mit zwölf Kernen, während das Poco X8 Pro Max Berichten zufolge mit der abgespeckten MC11 mit elf Kernen ausgestattet ist – obwohl beide Smartphones unter derselben Bezeichnung 9500s geführt werden. Das bedeutet, dass MediaTek seine GPUs sowohl über verschiedene Chipklassen hinweg als auch innerhalb einer einzelnen Chipklasse selektiert – abhängig vom OEM und dem Gerät, in dem der Chip zum Einsatz kommt.

Qualcomm verfolgt einen ähnlichen Ansatz und hat kürzlich die Snapdragon 8 Elite Gen 5 V Series auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine selektierte Variante mit abgespeckter Adreno-GPU, während CPU und NPU unverändert bleiben.

In allen drei Fällen bleiben CPU, NPU und Modem vollständig erhalten, während bei der GPU Abstriche gemacht werden. Dieser Ansatz ermöglicht es Chipherstellern und OEMs, bei der CPU- und KI-Leistung weiterhin mit Flaggschiff-Werten zu werben und gleichzeitig allein durch GPU-Binning die Kosten zu senken, anstatt für jede Preisklasse einen eigenen Chip zu entwickeln. Da die Preise für DRAM und andere Komponenten im Laufe des Jahres 2026 weiter steigen, dürfte sich GPU-Binning bei Flaggschiff-SKUs zu einem gängigen Instrument zur Kostensenkung entwickeln, statt eine Ausnahme zu bleiben.

Die Spezifikationen aus Geekbench-Einträgen und inoffiziellen Geräteanalysen entsprechen möglicherweise nicht den endgültigen Konfigurationen der Verkaufsversionen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Alle machen Abstriche: MediaTek und Qualcomm reduzieren für günstigere Flaggschiffe heimlich die Zahl der GPU-Kerne
Autor: Bùi Giang,  9.08.2026 (Update:  9.08.2026)