Apple M6 Pro und M6 Max sollen laut Bericht doch erscheinen

Ein neuer Bericht aus Taiwan deutet darauf hin, dass Apple den M6 Pro und M6 Max entgegen bisherigen Gerüchten möglicherweise doch nicht vollständig aufgegeben hat. Darin ist von möglichen Plänen für eine künftige "High-End-M6-Serie" die Rede. Dies widerspricht früheren Angaben von Mark Gurman, laut denen Apple neben dem M6 Ultra auch den M6 Pro und M6 Max verworfen und den Fokus auf die M7-Familie verlagert haben soll.
Die Commercial Times beruft sich auf Quellen aus der Halbleiterbranche und nennt TSMCs N2-Verfahren sowie dessen Fusion Architecture als mögliche Grundlage für künftige High-End-Chips der M6-Serie. Außerdem erwähnt der Bericht fortschrittliche Packaging-Technologien wie SoIC-MH und WMCM. SoIC-MH soll die Verbindungsdichte zwischen einzelnen Dies erhöhen, während WMCM Logik-Dies, LPDDR-Arbeitsspeicher und schnelle I/O-Schnittstellen auf einer weiteren Packaging-Ebene zusammenführt.
TSMC baut die Kapazitäten für diese Technologien dem Bericht zufolge aus. Die monatliche WMCM-Produktion soll bis Ende 2026 auf rund 60.000 Einheiten und bis 2027 auf mehr als 120.000 Einheiten steigen. Allerdings handelt es sich ausdrücklich um eine Branchenanalyse und nicht um eine Bestätigung, dass Apple entsprechende Komponenten für den M6 Pro oder M6 Max bestellt hat. Die beschriebenen Packaging-Technologien könnten für die M6-Generation bestimmt sein, aber ebenso bei künftigen Produkten der M7-Serie zum Einsatz kommen, etwa beim besonders großen M7 Ultra, der angeblich bis zu 2TB gemeinsamen Arbeitsspeicher unterstützt.
Der Bericht erscheint grundsätzlich plausibel, da Apples Pläne für künftige High-End-Macs inzwischen unübersichtlich sind. Mark Gurman hatte zunächst berichtet, dass das seit Langem erwartete MacBook Pro mit OLED-Display anfangs den Modellen mit dem M6 Pro und M6 Max vorbehalten bleiben soll, während die Variante mit dem regulären M6 weiterhin ein Mini-LED-Display erhält. Später behauptete Gurman, Apple werde das neue OLED-Panel stattdessen mit bestehenden Platinen für den M5 Pro und M5 Max kombinieren und den Laptop als MacBook Ultra vermarkten.
Die mögliche Rückkehr des M6 Pro und M6 Max dürfte dennoch vor allem für Nutzer mit hohen Leistungsanforderungen interessant sein. Als einige der ersten Laptop-Chips aus TSMCs N2-Fertigung könnten sie deutliche Leistungssteigerungen und möglicherweise mehr CPU- und GPU-Kerne bieten, wie es bereits der Apple M6 zeigt.






