Apple Vision Pro soll Dauer von medizinischen Operationen um bis zu 20% verkürzen

Eine neue Studie des Shiley Eye Institute der UC San Diego deutet darauf hin, dass Apples Vision Pro Headset bestimmte chirurgische Eingriffe beschleunigen könnte. Untersucht worden sind 32 endoskopische Operationen am Tränenkanal, davon jeweils 16 mit der Vision Pro und 16 mit einem herkömmlichen Bildschirm. Mit dem Headset haben die Chirurgen durchschnittlich 34,4 Minuten benötigt, gegenüber 42,7 Minuten mit dem traditionellen Aufbau. Dies entspricht einer Verkürzung der Operationszeit um rund 19 Prozent.
Alle fünf beteiligten Chirurgen haben das Headset bevorzugt und von einer geringeren körperlichen und mentalen Belastung berichtet. Als wesentlicher Grund gilt, dass sie eine nach vorn gerichtete Körperhaltung beibehalten konnten, statt sich wiederholt zu einem an der Wand montierten Bildschirm drehen zu müssen. Sämtliche Operationen sind in beiden Gruppen ohne Komplikationen erfolgreich verlaufen. Die Unterschiede haben somit die Geschwindigkeit und den Komfort, nicht aber die medizinischen Ergebnisse betroffen. Auf Grundlage der eingesparten OP-Zeit schätzen die Forscher die mögliche Kostenersparnis auf umgerechnet bis zu 360 Euro pro Eingriff. Zudem benötigt das Headset nur einen Bruchteil des Platzes eines typischen Bildschirmaufbaus.
Obwohl die Vision Pro weiterhin ein teures Verbraucherprodukt ist, deutet die Studie auf einen möglichen Zusatznutzen im medizinischen Bereich hin. Die Ergebnisse sind jedoch vorläufig: Die Untersuchung ist klein gewesen, an nur einem akademischen Zentrum durchgeführt worden, hat sich auf einen einzigen Eingriffstyp beschränkt und ist nicht randomisiert gewesen. Faktoren wie die Erfahrung der Chirurgen könnten die Resultate daher beeinflusst haben. Bevor belastbare Aussagen zum breiteren chirurgischen Potenzial der Vision Pro möglich sind, werden größere kontrollierte Studien benötigt.






