Apple holt Qualcomm beinahe ein, Markt für Smartphone-Prozessoren schrumpft um 21%

Die DRAM-Krise hat nicht nur dazu geführt, dass die Verkäufe der Nintendo Switch 2 (ca. 489 Euro auf Amazon) um über 37 Prozent eingebrochen sind, auch der Smartphone-Markt hat mit den rapide steigenden Kosten für DRAM und NAND-Flash-Speicher zu kämpfen. Denn die DRAM-Krise führt dazu, dass Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones zunehmend größere Kompromisse bei der Ausstattung machen müssen, während Flaggschiffe noch teurer werden.
Laut der neuesten Daten von Counterpoint Research wurden im dritten Quartal 2026 bereits 21 Prozent weniger Smartphone-Prozessoren ausgeliefert als noch im Vorjahresquartal. Grund dafür sei, dass Endverbraucher ihre Smartphones wegen der steigenden Preise länger behalten, während Smartphone-Hersteller kleinere Lagerbestände halten, um flexibler auf die schwierigen Marktverhältnisse reagieren zu können.

MediaTek bleibt Marktführer, aufgrund der schwachen Nachfrage nach günstigeren Smartphones verliert der Konzern aber die meisten Marktanteile, und liefert nur noch 28 Prozent statt 34 Prozent aller ARM-SoCs für Smartphones. Qualcomm ist zwar nach wie vor auf Platz zwei, allerdings sinkt der Marktanteil des Snapdragon-Herstellers von 25 auf 22 Prozent. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Samsung bei einigen Varianten der Galaxy S26-Serie wieder auf einen hauseigenen Exynos-Chip setzt.
Dadurch konnte Samsung Semiconductor seinen Marktanteil immerhin um zwei Prozentpunkte auf 8 Prozent erhöhen, während Apple mit einem Wachstum von 4 Prozentpunkten einen Marktanteil von 21 Prozent erzielt – und damit beinahe zu Qualcomm aufschließt. Counterpoint Research geht davon aus, dass Arbeitsspeicher im vierten Quartal weitere 5 Prozent teurer wird, und dass die Preise auch im nächsten Jahr weiter steigen werden, weshalb der Smartphone-Markt im Jahr 2027 voraussichtlich um weitere 3 bis 4 Prozent schrumpfen wird.








