Apple bietet seit Mai Original-Ersatzteile für das iPad, das iPad Air und das iPad Pro (ca. 1.099 Euro auf Amazon) an, direkt über den offiziellen Apple Self-Service Repair Store. Wie der Teardown von iFixit zeigt, lassen sich neuere iPad-Modelle auch deutlich leichter reparieren als noch vor ein paar Jahren, auch wenn das ins Gehäuse geklebte Display nach wie vor eine Herausforderung darstellen kann.
Apple-autorisierte Service-Partner durften jahrelang gar keine iPad-Reparaturen anbieten – auch das hat sich mittlerweile geändert. Unabhängige Reparatur-Techniker haben gegenüber 404media nun aber angegeben, dass Apple iPad-Ersatzteile absichtlich derart überteuert anbietet, dass sich Reparaturen nicht lohnen, und Nutzer stattdessen zum Kauf eines neuen iPad gedrängt werden. Diese Ansicht lässt sich leicht nachvollziehen, wenn Apple für einen neuen USB-C-Port fast 300 Euro veranschlagt, für ein Ersatz-Display teils sogar über 800 Euro. Hier ein Auszug der aktuellen Ersatzteil-Preise aus dem Self-Service Repair Store:
iPad (Apple A16)
- Akku: 135,01€
- Display: 279,00€
- USB-C-Port: 163,40€
- Hauptkamera: 215,00€
- Frontkamera: 215,00€
iPad Pro (13 Zoll, Apple M4)
- Akku: 225,01€
- Display: 829,00€
- USB-C-Port: 285,01€
- Hauptkamera: 375,00€
- Frontkamera: 375,00€
Jonathan Strange, der Gründer von XiRepair, geht davon aus, dass Apple die Ersatzteil-Preise nicht danach festlegt, was diese in der Produktion kosten. Stattdessen sollen sich Apples Ersatzteil-Preise am Listenpreis des jeweiligen iPad orientieren, um sicherzustellen, dass Reparaturen stets so teuer sind, dass das Upgrade auf ein neues Tablet attraktiver wirkt. Dass Apple überhaupt Ersatzteile anbietet und iPad-Reparaturen erlaubt, soll nur dazu dienen, "Right to Repair"-Gesetze zu befolgen, während Reparaturen für Kunden zeitgleich unsinnig erscheinen sollen.















