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Dank Trump: Apple iPhone verkauft sich wie geschnitten Brot

Steigender iPhone-Absatz beschert Apple Rekord-Quartal (Bildquelle: Apple)
Steigender iPhone-Absatz beschert Apple Rekord-Quartal (Bildquelle: Apple)
Man kann von der Zoll-Politik des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump halten, was man will. Apple-CEO Tim Cook verhelfen sie aktuell zu neuen Rekord-Umsatzzahlen. Demnach stiegen die iPhone-Umsätze im Jahresvergleich um über 13 Prozent.

Apple hat gestern seine Umsatzzahlen für das 3. Quartal veröffentlicht. CEO Tim Cook erfreut sich über den stärksten Umsatzsprung seit der Corona-Pandemie. Maßgeblich verantwortlich war der stark gestiegene iPhone-Absatz, der die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf. Laut Finanzchef Kevan Parekh verzeichnete das Unternehmen einen Rekordwert bei den aktiven Geräten über alle Produktkategorien und Märkte hinweg. Der Umsatz aus iPhone-Verkäufen stieg über 13 Prozent auf 44,6 Milliarden US-Dollar. Damit lag das Ergebnis um das Sechsfache über den Prognosen. Insgesamt erreichte der Konzernumsatz 94 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von knapp zehn Prozent – so viel hatte Apple im Zeitraum April bis Juni noch nie eingenommen.

Die erwarteten US-Zölle sind der Grund für die Apple-iPhone-Käufe

Laut CEO Tim Cook trug ein Teil des Wachstums zur Vorbereitung auf mögliche US-Zölle bei. Viele Kund*innen ersetzten ihre alten Geräte durch neue Modelle, was für Apple eine historische Höchstmarke beim Geräteaustausch bedeutete. Im Fokus stehen das Apple iPhone und der Apple Mac. Analysten hatten zwar mit einem sogenannten Vorzieheffekt gerechnet, dennoch gelten die Verkaufszahlen in einem traditionell eher ruhigen Quartal als außergewöhnlich. Die positive Entwicklung spiegelte sich auch an der Börse wider.

Die Fertigung der iPhones für den US-Markt erfolgt überwiegend im Ausland, vor allem in China. Zwar sind Smartphones derzeit noch von Einfuhrzöllen ausgenommen, doch zunehmende Spannungen zwischen den USA und China führten dazu, dass Apple Teile der Produktion nach Indien verlagerte. Ab dem 1. August drohen jedoch auch auf indische Waren Zölle in Höhe von 25 Prozent. Trotz der neuen Belastungen schätzen Fachleute die Fertigung in Indien langfristig als kostengünstiger ein. Apple beziffert die zusätzlichen Handelskosten auf rund 800 Millionen US-Dollar im vergangenen Quartal, mit weiteren 1,1 Milliarden im laufenden Quartal.

Apple Intelligence benötigt Zukäufe von KI-Unternehmen

Auch auf dem chinesischen Markt, wo Apple zunehmend unter Druck durch Hersteller wie Huawei und Xiaomi steht, gab es erste Anzeichen einer Erholung. Rabattaktionen trugen dazu bei, den Absatz anzukurbeln und den Abwärtstrend zu stoppen. Die Konkurrenz punktet dort besonders mit KI-Funktionen, bei denen Apple bislang als zurückhaltend gilt. CEO Cook kündigte jedoch an, hier künftig gezielter zu investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Das von Bloomberg (Paywall) angekündigte Übernahme-Interesse an KI-Unternehmen wie Perplexity oder Mistral, könnten den auf dem WWDC25 versprochenen Erfolg kurzfristig liefern.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-08 > Dank Trump: Apple iPhone verkauft sich wie geschnitten Brot
Autor: Matthias Zellmer,  1.08.2025 (Update:  1.08.2025)