OLED-Displays sind eigentlich eine feine Sache, wenn man helle Displays und starke Farbwiedergabe möchte. Aber sie flackern auch oft, wie beispielsweise das große Faltdisplay im Motorola Razr Fold (circa 1.500 Euro bei amazon.de): Es regelt seine Helligkeit über Pulsweitenmodulation bei einer Frequenz von 180 Hz.
Das ist zwei ein etwas höherer Wert als bei vielen anderen Smartphones mit OLED-Panel, dennoch kann die geringe Frequenz bei sensiblen Personen zu sichtbarem Flackern, Augenbrennen oder Kopfschmerzen führen.
Niedrige Frequenz, spürbare Folgen
PWM-typische Beschwerden treten häufig erst nach längerer Nutzungsdauer auf. Wer mehrere Stunden am Stück liest oder Videos schaut, ist besonders gefährdet.
Im Alltag bedeutet das: Beim abendlichen Lesen auf dem 8,1-Zoll-Display oder beim längeren Scrollen in Social-Media-Apps könnten Augen schneller ermüden. Die Amplitude der Modulation liegt bei 18 Prozent, ein recht großer Ausschlag, was den Effekt zusätzlich verstärkt.
Vergleich zur Konkurrenz ernüchternd
Das Samsung Galaxy Z Fold7 arbeitet mit 240 Hz, immerhin 33 Prozent mehr als der Razr Fold. Andere Konkurrenten erreichen bis zu 360 Hz.
Damit ist das Flackern zwar nicht beseitigt, aber die Chance größer, dass die Augen nicht so sehr darauf reagieren.
Das Außendisplay des Razr Fold kann aber sogar mit noch niedrigerer Frequenz flackern, sodass es nochmals ermüdender wirkt als das Innendisplay.
Stärke im Gesamturteil kontrastiert
Trotz der niedrigen PWM-Frequenz erreicht das Display im Notebookcheck-Test eine hohe Gesamtbewertung: Helligkeit und Farbtreue sind exzellent – der Nachteil des Flackerns bleibt allerdings. Wer hier schon einmal Probleme hatte, sollte das Phone vor dem Kauf also unbedingt selbst testen.
Der vollständige Test auf Notebookcheck dokumentiert alle Displaymesswerte inklusive Amplitudenverlauf.

