Pelago dürfte unseren Lesern durchaus bekannt sein, wir haben bereits über die Elektrofahrräder des Herstellers berichtet. Wir hatten die Gelegenheit, mit zwei der Fahrräder eine Runde zu drehen. Dabei handelt es sich keineswegs um einen echten, fundierten Test unter Beachtung aller Aspekte, die ein gutes Elektrofahrrad ausmachen, sondern klar um eine kurze Probefahrt und ein erstes Beschnuppern. An dieser Stelle sei aber auch erwähnt: Fahrräder sind immer auch emotional und höchst subjektiv. Oft reicht schon der erste Kilometer, um einen starken Eindruck vom Fahrverhalten zu bekommen.
Ausprobiert haben wir das Pelago Olari und das Pelago Wellamo. Technologisch sind sich beide Fahrräder ähnlich: Zum Einsatz kommt jeweils ein Mahle-X30-Nabenmotor in Kombination mit einem im Rahmen integrierten, für Servicezwecke entnehmbaren Akku mit einer Kapazität von 250 Wh. Auf ein klassisches Display wird verzichtet, stattdessen gibt es eine Head Unit mit einem einzelnen Knopf und LED-Anzeige. Eine App ist nutzbar, aber nicht erforderlich. Olari und Wellamo integrieren das elektrische System insgesamt sehr dezent, die etwas voluminösere Hinterradnabe verrät den E-Antrieb dann aber doch.
Das Wellamo ist ein Tiefeinsteiger mit Frontkorb. Die Sitzposition fällt entsprechend aufrecht und komfortabel aus. Im Vergleich zum Olari mit klassischem Diamantrahmen macht sich das bei höherem Tempo durch einen größeren Luftwiderstand bemerkbar. Schnell fahren lässt sich mit beiden E-Bikes problemlos, Mahle-typisch zeigt sich dabei kaum zusätzlicher Tretwiderstand - weder bei deaktiviertem Motor noch oberhalb von 25 km/h. Beide Modelle sind klar Fahrräder mit elektrischer Unterstützung und – überspitzt formuliert – keine Elektromotorräder mit angehängten Pedalen, die nur formal noch als zulassungsfreie E-Bikes gelten. Die Unterstützung ist ordentlich, auch die Beschleunigung überzeugt im Alltag.
Pelago adressiert mit den beiden Elektrofahrrädern - und auch insgesamt - nicht den ganz großen Massenmarkt. Dafür sind die E-Bikes mit jeweils 3.799 Euro (UVP) schlicht zu preisintensiv, sofern man die klassische Optik nicht als Faktor im Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt. Gleichwohl: Die Ausfahrt hat Spaß gemacht, und auch wenn sich über Geschmack streiten lässt, würde ich beide Modelle als stylisch bezeichnen. Das Wellamo punktet mit seinem Frontkorb zudem klar im Alltag. Bemerkenswert ist zudem das vergleichsweise geringe Gewicht von rund 19 Kilogramm trotz Stahlrahmen sowie Vollausstattung mit Beleuchtung, Schutzblechen, Ständer und Frontkorb. Das Olari ist mit Frongepäckträger laut Hersteller sogar noch einmal rund 500 Gramm leichter.
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