
Ausprobiert: Was können 9-Euro-In-Ears von Solix mit Solar?
Günstig und mit Solar
Ohrhörer für nur 9 Euro? Das gibt es sogar im lokalen Einzelhandel - und wir haben die Solix SL-510 ausprobiert. Spitzensound dürften Käufer nicht erwarten, allerdings gefällt ein Feature und die Ohrhörer stellen durchaus eine taugliche Ultra-Low-Budget-Option dar.Silvio Werner Veröffentlicht am 🇺🇸
Tauglich, aber nichts für Goldohren
Die Solix Solar sind sehr günstige, drahtlose Ohrhörer. Diese kommen mit einer Solarzelle am Ladecase. Tatsächlich bietet die Solarladung einen echten Mehrwert. Wenig überraschend: Für 9 Euro können Käufer keine besonders starke Wiedergabequalität erwarten. So ergibt sich keine nennenswerte Darstellung von Bässen. Gleichwohl eignen sich die Kopfhörer etwa für die Wiedergabe von Podcasts. Durch das verbaute Mikrofon lassen sich Telefongespräche führen, die Sprachverständlichkeit am anderen Ende ist gut. Wer besonders günstige Kopfhörer sucht, die sozusagen immer geladen sein sollen, macht mit den SL-510 im Grunde nichts falsch. Die Kopfhörer sind für die meisten Nutzer wahrscheinlich doch eher als Backup zu begreifen und nicht als Haupt-Kopfhörer.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die Solix SL-510 sind günstige In-Ear-Kopfhörer, die mit einem Ladecase mit Solarmodul kommen und für einen Preis von nur 8,95 Euro beim Discounter Action erhältlich sind.
Spezifikationen
| Produktbezeichnung | Solix kabellose In-Ear-Kopfhörer SL-510 |
| Bauform | Buds |
| Verbindung | Bluetooth |
| Laufzeit Earbuds | rd. 5 Stunden |
| Gesamtlaufzeit | 25 Stunden (Herstellerangaben) |
| Bedienung | Touch |
| Lieferumfang | Earbuds, Ladecase, Ohrstöpsel, USB-Kabel |
Lieferumfang, Hardware und Inbetriebnahme
Die Solix SL-510 kommen in einer für den Einzelhandel nicht untypischen Sichtverpackung, was das Produkt zwar gut präsentiert, aber uns nicht besonders umweltfreundlich erscheint. Spätestens beim Öffnen offenbaren sich zwei Besonderheiten: Die beiden Hälften des Gehäuses werden durch ein Kabel und nicht durch ein Scharnier zusammengehalten. Im geschlossenen Zustand halten die beiden Teile magnetisch zusammen. Zudem gibt es ein Display. Das Display zeigt den Ladestand des Ladecases in Prozent an, die Aufladung der Kopfhörer wird ebenfalls symbolisiert. Auch wenn das nicht unbedingt vorgesehen zu sein scheint: Mit einem Band lassen sich die Kopfhörer beispielsweise an einem Rucksack befestigen. Im Lieferumfang sind noch zwei zusätzliche Paar Ohrstöpsel in verschiedenen Größen enthalten und auch ein USB Typ A- zu USB Typ C-Kabel fehlt nicht. Koppeln lassen sich die Solix SL-510 völlig problemlos, Fast Pair wird aber nicht unterstützt. Unterstützt wird auch keine verlustarme Datenübertragung über LDAC. Hier dürfte aber sowieso die Hardware eher limitieren als die Datenübertragung. Beide Ohrhörer bringen Touch-Flächen mit, mit welchen sich etwa die Wiedergabe pausieren lässt. Die Annahme und Ablehnung von Telefongesprächen ist ebenfalls möglich. Die Touch-Flächen reagieren zuverlässig.
Alltagserfahrungen - Sound geht so, Verarbeitung ist in Ordnung
Die größte Schwäche der nur 9 Euro teuren Solix SL-510 ist definitiv die Audioqualität. Wir wollen es erst einmal positiv formulieren: Mit den SL-510 lassen sich Musik und Podcast hören, ohne dass es zu sofort störenden Verzerrungen kommt. Ein sofort als blechern erkennbarer Klang ergibt sich ebenfalls nicht. Allerdings ist die Darstellung von Bässen beziehungsweise Tiefen extrem schwach, dementsprechend ergibt sich eine deutliche Einschränkung der Wiedergabequalität. Die als Vergleichsbasis herangezogenen EarFun Air Pro 4 (bei Amazon) spielen die Solix SL-510 bei der Musikwiedergabe komplett an die Wand. Auch mit Equalizern lässt sich aus den Solix SL-510 kaum noch etwas herausholen. ANC bieten die Solix SL-510 nicht. Mit den passenden Ohrstöpseln ergibt sich eine gewisse, rein passive Dämpfung. Die Passform ist gut, aus dem Ohr gefallen sind die SL-510 nicht. Beispielsweise Grate, wie zumindest ich sie von Billigst-Kopfhörern im Direktimport aus Mitte der 2010er-Jahre noch kenne, gibt es keine. Die Solarladung haben wir in der strahlenden Mittelmeersonne testen können und waren durchaus angetan. So ergab sich in einer halben Stunde eine sehr ordentliche, fünfprozentige Aufladung des Ladecases. Die aktive Solarladung wird durch eine grüne LED an der Front symbolisiert. Die fünf Stunden Wiedergabezeit konnten die Ohrhörer zumindest bei mittlerer Lautstärke im Test (knapp) erreichen.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde vom Autor auf eigene Kosten im freien Handel erworben. Der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung, es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.










