AutoTune Advanced soll schiefe Töne korrigieren, ohne Gesangsstimmen ihren Ausdruck zu nehmen

AutoTune gehört inzwischen fast so selbstverständlich zum Tonstudio wie das Mikrofon. Die Tonhöhenkorrektur soll falsche Töne ausgleichen, ohne die Stimme dabei stark zu verändern. Mit AutoTune Advanced will Antares dieses Gleichgewicht verbessern. Das neue Flaggschiff-Plugin basiert auf einer vollständig neu entwickelten Engine zur Tonhöhenkorrektur.
Im Mittelpunkt steht die neue DVA-Vibrato-Engine. Laut Antares erkennt sie den Unterschied zwischen natürlichem Vibrato, ausdrucksvollen Schwankungen der Tonhöhe und tatsächlichen Fehlern. Bislang konnten starke Korrekturen einer Stimme leicht ihren Charakter nehmen. AutoTune Advanced soll die Tonhöhe präziser korrigieren, ohne den Gesang glattzubügeln.

Auch für Live-Auftritte gibt es eine Neuerung: Der "Live Latency Mode" arbeitet mit weniger als 1 ms Verzögerung und unterstützt Abtastraten von 44,1 bis 192 kHz. Dadurch lässt sich das Signal auf der Bühne oder bei Aufnahmen besser in Echtzeit über AutoTune abhören. Hinzu kommen ein neuer Bereich für Vibrato-Effekte mit Echtzeitdarstellung, ein überarbeiteter Formant Designer und eine neu gestaltete Skalenbearbeitung mit einer visuellen Klaviatur aus 78 Tasten.
Der unverkennbare Roboter-Effekt bleibt mit AutoTune möglich, etwa für Trap-Musik. Zugleich legt Antares offenbar mehr Wert auf eine unauffällige Tonhöhenkorrektur. Davon könnten auch Nachwuchstalente profitieren, die derzeit noch im eigenen Schlafzimmer ins Mikrofon singen und eines Tages so erfolgreich werden möchten wie Lady Gaga oder Taylor Swift.




