Battlefield 6: Durststrecke fordert offenbar erste Opfer

Die Durststrecke von Battlefield 6 (PS5-Version derzeit rund 65 Euro auf Amazon) zeichnet sich schon länger ab – und fordert nun offenbar ihre ersten Opfer. Berichten zufolge hat EA Mitarbeitende in allen vier Battlefield-Studios entlassen – darunter Criterion, DICE, Ripple Effect und Motive. Wie viele Stellen gestrichen wurden, ist bislang nicht bekannt. Die Rede ist von einem studioübergreifenden „Realignment“, also einer strategischen Neuausrichtung. Das hat EA gegenüber IGN offiziell bestätigt.
Auch Insider Gaming hat das Thema bereits aufgegriffen und sieht einen direkten Zusammenhang mit der aktuellen Lage rund um Battlefield 6. Der im Oktober 2025 veröffentlichte Multiplayer-Shooter verkaufte sich in den ersten drei Tagen mehr als sieben Millionen Mal und hat damit den erfolgreichsten Start der Seriengeschichte hingelegt. Trotzdem steht das Spiel seit Monaten unter Druck und sieht sich mit schwindenden Spielerzahlen konfrontiert. Zum Vergleich: Nach einem Peak von fast 750.000 Spielern kommt Battlefield 6 zum Zeitpunkt der Recherche auf gerade einmal 35.000 gleichzeitige Spieler (via SteamDB). Fans kritisieren unter anderem die Update-Politik, Monetarisierung und das Content-Tempo.
Welches konkrete Ziel hinter der Neuausrichtung steht, kann aktuell nicht eindeutig verifiziert werden. Denkbar wäre, dass EA die Battlefield-Teams straffer auf die weitere Live-Service-Betreuung von Battlefield 6 ausrichten will. Offiziell bestätigt ist das in dieser Form bislang aber nicht. Unabhängig davon zeigt man sich in der Reddit-Community frustriert. Viele Nutzer sehen die Lage nicht als Einzelfall, sondern als typisches Symptom einer kaputten Spielebranche. Häufig fällt der Vorwurf, dass Erfolg längst keinen Schutz mehr bietet: Ob ein Spiel floppt, erfolgreich ist oder gar nicht erscheint, am Ende würden trotzdem Entwickler ihren Job verlieren.








