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Project Helix: Microsofts Plan, Xbox-Konsolen und Windows-PCs zusammenzuführen, reicht bis 2016 zurück

Ein Banner, das ein Konzept der Xbox-Konsole „Project Helix“ zeigt.
ⓘ Microsoft, Canva AI
Ein Banner, das ein Konzept der Xbox-Konsole „Project Helix“ zeigt.
„Project Helix“ ist Microsofts Plan, Konsolen und Windows-PCs zusammenzuführen – und geht auf das Jahr 2016 zurück. Noch bevor die Entwicklung des Magnus-basierten Hybridgeräts begann, setzte das Unternehmen diese Strategie in Gang. Ein Bericht von Kotaku aus dem Jahr 2016 deutete bereits darauf hin, dass eine neue Xbox-Konsole modularer ausfallen und plattformübergreifende Spiele unterstützen könnte.

Asha Sharma, CEO von Microsoft Gaming, machte den Codenamen „Project Helix“ für die neue Xbox-Konsole nun erstmals öffentlich. Die Idee eines Systems, das sowohl PC- als auch Xbox-Spiele abspielen kann, reicht jedoch deutlich weiter zurück. Tom Warren, Senior Editor bei The Verge, erinnerte daran, dass dieses Konzept bereits 2016 bekannt wurde – kurz vor dem Erscheinen der Xbox One S.

Die Geschichte von Project Helix

Die Idee hinter Project Helix könnte sogar bis ins Jahr 2003 zurückreichen. Damals berichtete der Journalist Dean Takahashi über einen Vorschlag, Windows auf der Xbox 360 zu installieren. Für Microsoft rückte dieses Konzept jedoch erst viele Jahre später stärker in den Fokus. In einem Kotaku-Artikel aus dem Jahr 2016 skizzierten Keza MacDonald und Jason Schreier bereits mögliche Zukunftspläne für die Hardware des Unternehmens. Mit Blick auf die Xbox One S und die Xbox One X erklärten sie:

Die beiden Konsolen seien Teil einer umfassenderen Strategie von Microsoft, die laut einer Quelle unter dem Codenamen „Project Helix“ läuft und darauf abzielt, Xbox und Windows stärker zusammenzuführen.

Die Strategie setzte klar auf plattformübergreifende Veröffentlichungen, um Software einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Sea of Thieves und Halo Wars 2 zählten zu den ersten Xbox-Exklusivtiteln, die gleichzeitig für Konsole und PC erschienen. Beide Spiele unterstützten außerdem die Xbox-Play-Anywhere-Initiative, die kurz darauf offensiv beworben wurde.

Im Vorfeld der E3 2016 deutete der damalige CEO Phil Spencer an, dass Xbox-Konsolen künftig stärker nach dem Vorbild von Gaming-PCs funktionieren könnten. So sollten die Entwickler ihre Hardware-Designs regelmäßig weiterentwickeln können, während Spiele weiterhin über mehrere Gerätegenerationen hinweg kompatibel bleiben.

Die Vorteile einer vom PC inspirierten Konsole

Schon mit Modellen wie der Xbox One X experimentierte Microsoft mit schrittweisen Hardware-Upgrades. Seit dem Debüt der Xbox Series X und Xbox Series S im Jahr 2020 hat es bei den Konsolen jedoch keine größeren Leistungssprünge mehr gegeben. Mit „Project Helix“ könnte sich das ändern – vorausgesetzt, das System erscheint tatsächlich mit leichter austauschbaren Komponenten. Unklar bleibt allerdings, wie einfach solche Eingriffe für Nutzer ausfallen, die ihre Gaming-PCs normalerweise selbst aufrüsten.

Mit dem nächsten Gaming-System unternimmt Microsoft den bislang ambitioniertesten Versuch, eine Hybridlösung aus Xbox-Konsole und Windows-PC ins Wohnzimmer zu bringen. Schon jetzt zweifeln Kritiker jedoch daran, dass die neue Xbox-Konsole bei Spielern tatsächlich Anklang finden wird.

Die bereits auf den ROG-Xbox-Ally-Handhelds verfügbare Vollbild-Oberfläche läuft nicht immer reibungslos. Gerüchten zufolge könnte zudem ein hoher Preis dazu führen, dass „Project Helix“ für viele Käufer unerschwinglich bleibt. Im Wettbewerb mit der Steam Machine und der PlayStation 6 könnte Microsoft außerdem wieder stärker auf Xbox-Exklusivtitel angewiesen sein, um das System klarer von der Konkurrenz abzugrenzen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Project Helix: Microsofts Plan, Xbox-Konsolen und Windows-PCs zusammenzuführen, reicht bis 2016 zurück
Autor: Adam Corsetti,  9.03.2026 (Update:  9.03.2026)