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Blutdruckmessung ohne Kalibrierung? Warum beim Ring One Gen 2 Skepsis geboten ist

Der Ring One Gen 2 verspricht viele Funktionen
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Der Ring One Gen 2 verspricht viele Funktionen
Ein neuer, smarter Ring verspricht die Blutdruckmessung am Finger und viele weitere, starke und gesundheitsbezogene Funktionen. Das Gebaren der Firma mutet nicht im Rahmen der Crowdfunding-Kampagnen kritisch an.

Vorweg: Wir können und wollen an dieser Stelle keinen Betrug unterstellen, wollen allerdings bei der aktuell laufenden Crowdfunding-Kampagne zum Ring One Gen 2 zu äußerster Vorsicht aufrufen und würden Lesern an dieser Stelle sogar schlicht abraten, diese Kampagne mit mindestens 209 Dollar zu unterstützen. Und zwar aus gleich mehreren Gründen: Relativ offensichtlich sind dabei die technologischen Bedenken: So soll der Ring One 2.0 den Blutdruck am Finger messen („measured blood pressure“) und nicht nur abschätzen, und das ohne eine Kalibrierung. Solche Konzepte gibt es. Ganz auszuschließen ist ein derartiger Durchbruch eines relativ kleinen Unternehmens natürlich nicht kategorisch, allerdings sehr unwahrscheinlich. Auf der FAQ-Seite ist von einer Messung des Blutdrucks hingegen keine Rede, was mindestens inkonsistent ist. Die Messung etwa der Herzfrequenz und auch die Durchführung von Zahlungen via NFC sind grundsätzlich denkbar.

Irritierend wirkt das Verhalten des Unternehmens im Rahmen der Indiegogo-Kampagne. Bei Indiegogo ist es durch Nicht-Unterstützer möglich, zu kommentieren, was durchaus auch für kritische Kommentare genutzt werden kann. Diese Funktion nutzt auch Muse selbst, um geradezu die Kommentare zu fluten, in denen Mitarbeiter schildern, wie spannend die Arbeit an dem Produkt doch war. Dadurch ist die Sichtbarkeit von kritischen Kommentaren sowohl in der chronologischen Ansicht als auch bei den Top-Kommentaren eingeschränkt, da diese Kommentare hochgevotet werden. Es gibt gleichwohl Nutzer, die sozusagen Partei für Muse ergreifen. Unterstützer der ersten Generation sollen übrigens ein kostenfreies Update auf den Ring One 2.0 erhalten - wirklich kostenfrei soll dies einem Nutzerbericht nach aber nicht sein, sondern mit Kosten in Höhe von 149 Dollar verbunden sein. Gesichert ist, dass die Auslieferung der ersten Generation sich erheblich verspätete. Einige Unterstützer berichten zudem davon, nie einen Ring erhalten zu haben, dass diesmal alles glatt läuft, will Muse auch mit einem Production Dashboard belegen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Blutdruckmessung ohne Kalibrierung? Warum beim Ring One Gen 2 Skepsis geboten ist
Autor: Silvio Werner,  4.08.2026 (Update:  4.08.2026)