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Kommentar | Carl Peis Nothing verkauft Firmenanteile an Kunden, für Kleinanleger gibt es aber zu viele Risiken

Nothing ist auf der Suche nach Investoren – Kleinanleger könnten dabei aber den Kürzeren ziehen. (Bild: Nothing)
Nothing ist auf der Suche nach Investoren – Kleinanleger könnten dabei aber den Kürzeren ziehen. (Bild: Nothing)
Der OnePlus-Mitgründer Carl Pei hat vor einigen Wochen sein neues Unternehmen präsentiert, das unter der Bezeichnung Nothing künftig Produkte wie drahtlose Ohrhörer entwickeln soll. Nun versucht das Unternehmen, Kapital von potentiellen Kunden zu sammeln – eine Investition ist für Kleinanleger aber besonders riskant.
Hannes Brecher,
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Nothing wird bald damit beginnen, Firmenanteile an potentielle Kunden zu verkaufen, wie die Webseite des Unternehmens angibt. Nachdem Carl Pei bereits 15 Millionen US-Dollar (ca. 12,5 Millionen Euro) von Investoren wie GV (Google Ventures) sammeln konnte scheint es sich dabei durchaus um eine attraktive Gelegenheit zu handeln, beim Start eines vielversprechenden Unternehmens dabei zu sein und vom vermeintlichen Erfolg von Nothing profitieren zu können.

Und offenbar gibt es viel Interesse von Kleinanlegern, die gerne ein Stück vom Kuchen abhaben möchten. Im unten eingebetteten Tweet hat Carl Pei angegeben, dass in nur 24 Stunden insgesamt 14.500 Menschen ihr Interesse bekundet haben, rund 18 Millionen US-Dollar in das Unternehmen zu investieren. Das zeigen auch die unzähligen Antworten von interessierten Anlegern auf Twitter.

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Bei dieser vermeintlich spannenden Investitions-Möglichkeit gibt es aber ein paar grundlegende Risiken, die Kleinanleger bedenken sollten. Denn Nothing bewirbt die GV-Investition stolz auf seiner Webseite, es ist aber anzunehmen, dass Kleinanleger einen deutlich schlechteren Deal erhalten werden als Google Ventures. Weder Carl Pei noch GV haben bekannt gegeben, zu welcher Bewertung die Investition getätigt wurde, und noch ist auch unklar, wie das Unternehmen bei der Crowdfunding-Runde bewertet wird.

Es wäre durchaus denkbar, dass Carl Pei sein Unternehmen mit mehreren hundert Millionen US-Dollar bewertet – und dass Investoren bereit sind, bei einer solchen Bewertung zu investieren, schlicht und ergreifend, weil OnePlus mittlerweile 1,4 Milliarden US-Dollar Marktwert erreicht hat. Eine derartige Bewertung wäre bei Nothing aber stark überzogen, da das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt keine Umsätze erzielt und nicht einmal ein Produkt vorgestellt hat. Ohne einen direkten Vergleich zur Bewertung beim GV-Investment könnte es Kleinanlegern schwer fallen, einzuschätzen, wie fair das Investment-Angebot von Carl Pei tatsächlich ist.

Nothing weist auf der Webseite außerdem darauf hin, dass zumindest vorerst keinerlei Dividenden oder andere Auszahlungen zu erwarten sind, und solange das Unternehmen nicht börsennotiert ist bleibt es auch schwierig, die Anteile zu verkaufen, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Ein weiteres Risiko: Die Anteile können verwässert werden, wenn neue Investoren ins Boot geholt werden. 

Ein Beispiel: Wenn zehn Kleinanleger je 1 Prozent des Unternehmens besitzen, während Google Ventures alleine 10 Prozent besitzt, so wäre es je nach den vereinbarten Bedingungen möglich, dass ein neuer Investor 10 Prozent erhält, indem die Anteile der Kleinanleger auf je 0,1 Prozent reduziert werden, während Google Ventures deutlich weniger verliert – das nennt man ich Fachkreisen wohl einen Zuckerberg.

Einzelne Investoren können zwischen 50 Euro und 20.000 Euro investieren, für Kleinanleger steht also durchaus viel Geld auf dem Spiel. Trotz allem besteht natürlich eine Chance, mit dieser Investition Geld zu verdienen, die Risiken sind aber noch größer als beispielsweise beim Kauf von Aktien über eine Börse. Abschließend muss nochmals betont werden, dass dieser Artikel keinerlei Investment-Beratung darstellt – es sollen lediglich mögliche Risiken aufgezeigt werden, die der aktuelle Hype um Nothing mit sich bringen kann.

Quelle(n)

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Kommentar von Hannes Brecher
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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 7421 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher, 17.02.2021 (Update: 17.02.2021)