Community empört: Im PS Store scheinen manche Nutzer deutlich weniger zu zahlen

Laut Insider Gaming lässt sich diese Praxis inzwischen mit konkreten Beispielen belegen. Besonders brisant ist, dass die Abweichungen nicht nur wenige Prozentpunkte betreffen, sondern im Einzelfall sehr deutlich ausfallen können. Als Beispiel nennt der Artikel Stellar Blade: Während viele Nutzer demnach einen Rabatt von 43 Prozent sehen, wurde einem Autor von Insider Gaming ein Nachlass von 70 Prozent angezeigt – in der Praxis ein Preisunterschied von mehr als 18 US-Dollar. Zudem berichtet Insider Gaming, dass diese auffälligen Unterschiede vor allem bei PlayStation-First-Party-Titeln zu beobachten seien.
Unklar bleibt, nach welchen Kriterien die Preisnachlässe verteilt werden. Insider Gaming vermutet, dass unter anderem das Alter des Accounts, die jüngste Aktivität oder weitere Kontomerkmale eine Rolle spielen könnten. Genau das macht die Sache für viele Spieler problematisch: Wer mehr bezahlt, erfährt offenbar nicht, warum er ein schlechteres Angebot erhält als andere. Eine offizielle Erklärung von Sony liegt bislang nicht vor.
Reddit-Community reagiert empört
Im Reddit-Thread zu dem Bericht fällt die Stimmung überwiegend negativ bis empört aus. Besonders viel Zuspruch erhielt ein Kommentar, wonach ein Sale kein echter Sale mehr sei, wenn ausgerechnet loyale Kunden die schlechtesten Angebote erhielten. Direkt darunter wird Sony mit dem sarkastischen Slogan „Fuck the Players“ verspottet. Andere Nutzer fragen offen, wie eine solche Praxis überhaupt legal sein könne.
Ganz einseitig fällt die Diskussion allerdings nicht aus. Einige Nutzer ordnen das Ganze eher als gezielte Rabattvergabe ein, wie sie in anderen Branchen längst üblich sei. Im Thread wird mehrfach darauf verwiesen, dass Xbox solche „targeted discounts“ seit Jahren nutze. Diese Stimmen bleiben im Gesamtbild jedoch klar in der Minderheit.
Das Thema scheint bei vielen Spielern einen wunden Punkt zu treffen, gerade weil es um digitale Käufe geht. Bei physischen Spielen können Kunden Preise leichter vergleichen oder den Händler wechseln, im PlayStation Store ist die Transparenz jedoch deutlich geringer. Solange Sony nicht offenlegt, nach welchen Kriterien die Rabatte verteilt werden, könnte sich die Debatte weiter verschärfen.
Quelle(n)
Bildquelle: PlayStation











