Bis zu 25%: ADAC will Preise drastisch erhöhen – aber es gibt Alternativen

Der ADAC will seine Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2027 anheben. Anders als in ersten Medienberichten ist der Schritt inzwischen nicht mehr nur ein Gerücht: Auf seiner offiziellen Website bestätigt der Club, dass Präsidium und Verwaltungsrat einen Antrag auf Beitragsanpassung gestellt haben, über den auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2026 abgestimmt werden soll.
Wie hoch die Preiserhöhung ausfallen wird, hängt laut ADAC von der jeweiligen Mitgliedschaft und dem gewählten Leistungsumfang ab. Die Welt berichtet, dass der Basistarif für Einzelpersonen von 54 auf 64 Euro pro Jahr steigen könnte. Auch in den Plus- und Premium-Tarifen sowie bei Partner- und Familienmitgliedschaften sind laut Bericht deutliche Aufschläge vorgesehen – teilweise bis zu 25 Prozent. Besonders deutlich würde die Anpassung demnach in den teureren Tarifen ausfallen. Die Premium-Einzelmitgliedschaft könnte von 139 auf 174 Euro steigen, während der Plus-Tarif für Einzelpersonen von 94 auf 114 Euro klettern könnte.
Das wäre zwar die erste Preiserhöhung seit 2020, aber dennoch die höchste seit der Gründung des Vereins im Jahr 1903. Der ADAC argumentiert, dass die Beiträge trotz stark gestiegener Kosten in den vergangenen sechs Jahren stabil geblieben seien. Als Gründe nennt der Club unter anderem höhere Ausgaben für Energie, Personal, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen. Gleichzeitig verweist der ADAC darauf, dass Leistungen nicht reduziert, sondern teilweise sogar erweitert wurden. So nennt der Verein etwa den Schlüsselnotdienst und die Fahrradpannenhilfe als Beispiele für zusätzliche Angebote.
Reddit-Community bleibt nüchtern, erwägt alternative Lösungen
Angesichts der hohen Zahlen fällt die Reaktion auf Reddit erstaunlich pragmatisch aus. Viele Nutzer diskutieren weniger empört als vielmehr nüchtern darüber, ob sich eine ADAC-Mitgliedschaft für sie persönlich noch lohnt oder ob ein Schutzbrief der Kfz-Versicherung eventuell ausreicht – also eine meist vergleichsweise günstige Zusatzleistung der Autoversicherung, die im Pannen- oder Unfallfall Hilfe organisiert. Ein häufiger Standpunkt ist, dass der ADAC für viele Autofahrer nicht mehr alternativlos sei.
Vor allem Nutzer mit Herstellermobilitätsgarantie, integriertem Schutzbrief oder eher überschaubarem Fahrprofil sehen in der Erhöhung einen Anlass, ihre Mitgliedschaft grundsätzlich zu hinterfragen. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Stimmen, die den Club weiterhin für sinnvoll halten. Hauptargumente sind bessere Erreichbarkeit, schnellere Hilfe und die größere Verlässlichkeit im Ernstfall – besonders bei komplizierten Pannen, älteren Fahrzeugen oder Problemen im Ausland.









