Notebookcheck Logo

Brandgefahr bei 100.000 E-Autos: Volkswagen ruft ID-Modelle und Cupra zurück

Wegen akuter Brandgefahr: Auch der VW ID.3 ist massiv von dem weltweiten Batterie-Rückruf betroffen.
ⓘ Volkswagen
Wegen akuter Brandgefahr: Auch der VW ID.3 ist massiv von dem weltweiten Batterie-Rückruf betroffen.
Schock für Besitzer von Elektroautos aus dem Volkswagen-Konzern. Wegen akuter Brandgefahr der Hochvoltbatterie ruft das KBA weltweit fast 100.000 E-Autos der MEB-Plattform in die Werkstatt. Betroffen sind konkret die Modelle VW ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz, ID. Buzz Cargo und Cupra Born. Alle Details zu diesem brisanten Rückruf.

Die nackten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen das ganze Ausmaß des Batterie-Debakels für den Volkswagen-Konzern. Weltweit beordert der deutsche Autobauer exakt 94.031 Elektroautos zu einem ungeplanten Boxenstopp in die Werkstätten. Den dicksten Brocken hat dabei die Kernmarke VW zu schlucken. Genau 74.579 E-Autos stehen auf der roten Liste, wovon 22.182 betroffene BEVs ihre Kilometer aktuell im deutschen Straßenverkehr abspulen. Betroffen ist fast die komplette elektrische VW-Flotte: Der Rückruf umfasst die Modelle VW ID.3, ID.4, ID.5 sowie den ID. Buzz und die Transporter-Variante ID. Buzz Cargo aus dem Produktionszeitraum vom 24. Juni 2023 bis zum 23. August 2024. Zusätzlich trifft es die spanische Schwestermarke Cupra. Hier müssen weltweit 19.452 Einheiten des Modells Born in die Werkstatt, die zwischen dem 7. Februar 2022 und dem 21. April 2024 vom Band liefen. In Deutschland sind 5.976 Cupra-Fahrer betroffen.

Der Grund für den massiven Rückruf ist gravierend. Laut der Mangelbeschreibung des KBA entsprechen einzelne Module in der Hochvoltbatterie nicht den vorgegebenen Spezifikationen. Für die Fahrer kann sich dieser Defekt zunächst durch einen plötzlichen Abfall der Reichweite und das Aufleuchten einer gelben Warnleuchte im Cockpit bemerkbar machen. Ignoriert man diese Warnzeichen, droht im schlimmsten Fall ein Brand der Antriebsbatterie. Bislang sind dem Kraftfahrt-Bundesamt glücklicherweise noch keine Vorfälle mit Sachschäden oder gar Personenschäden bekannt. Pikant an der Situation: Zwar kauft der Volkswagen-Konzern die einzelnen Batteriezellen für die MEB-Modelle bei externen Zulieferern ein, die fehlerhafte Montage zu fertigen Modulen erfolgte jedoch in konzerneigener Regie.

Wer nun hofft, dass VW bei den betroffenen Fahrzeugen aus reiner Vorsicht direkt den kompletten und teuren Akku austauscht, wird enttäuscht. Der Konzern wählt eine deutlich kostengünstigere Lösung. In der Vertragswerkstatt wird den Fahrzeugen zunächst ein Software-Update aufgespielt, das die sensiblen Batteriemodule strenger überwachen soll. Anschließend prüfen die Techniker die Hochvoltbatterie auf Abweichungen. Nur wenn hierbei konkrete Fehler an den Bauteilen festgestellt werden, tauschen die Mechaniker einzelne Module gezielt aus. Ein Komplettwechsel der Batterie ist nicht vorgesehen.

Volkswagen wird die Halter der betroffenen Fahrzeuge in den kommenden Wochen schriftlich kontaktieren. Wer nicht auf die Post warten möchte, kann sich unter Angabe der Fahrgestellnummer direkt an seinen Händler wenden. Für die VW-Modelle läuft die Aktion unter dem internen Rückrufcode 93MI, bei Cupra wird der Werkstattaufenthalt unter dem Code 93S4 abgewickelt. Erste Vorboten für dieses Batterie-Debakel gab es übrigens bereits im Januar 2026, als VW in den USA vornehmlich den ID.4 wegen ähnlicher Probleme zurückrufen musste.

bokman Typ 2 Ladekabel 22 kW, 3-phasig, 5 Meter EV-Ladekabel für Elektroautos bei Amazon kaufen.

Quelle(n)

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Brandgefahr bei 100.000 E-Autos: Volkswagen ruft ID-Modelle und Cupra zurück
Autor: Ronald Matta, 24.03.2026 (Update: 24.03.2026)