Cupra Born Update 2026: Endlich One-Pedal-Drive, Android und echte Tasten

Cupra verpasst seinem elektrischen Kompaktsportler Born ein tiefgreifendes Update für das Jahr 2026. Neben einer deutlich geschärften Optik mit neuer Haifischnase und beleuchtetem Hecklogo packt die spanische VW-Tochter auch bei der Technik an. Als erstes Modell des Volkswagen-Konzerns nutzt der neue Born eine massiv weiterentwickelte MEB-Basis. Cupra vermeidet allerdings explizit die Bezeichnung "MEB+" in der offiziellen Pressemitteilung. Der eigentliche Befreiungsschlag für viele Kunden findet jedoch im Innenraum statt.
Cupra Born 2026: Das Update bringt One-Pedal-Drive, Android und endlich echte Tasten fürs Lenkrad
Die Designer und Ingenieure haben aus der massiven Kritik an der Bedienbarkeit der vergangenen Jahre gelernt. Cupra beerdigt die ungeliebten kapazitiven Touch-Flächen und stattet das neu gestaltete Lenkrad wieder mit echten, physischen Tasten aus. Auch das leidige Problem der unbeleuchteten Bedienfelder in der Mittelkonsole ist Geschichte. Die Touchslider für Lautstärke und Klimatisierung unter dem neuen 12,9-Zoll-Display sind im neuen Born endlich illuminiert. Als technologischen Unterbau nutzt das Infotainment nun ein komplett neues Betriebssystem auf Android-Basis von Google (ohne Google-Dienste), das deutlich reaktionsschneller arbeiten soll. Ein massiv auf 10,25 Zoll vergrößertes Virtual Cockpit (bisher 5,3 Zoll) direkt vor dem Fahrer und ein optionales Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktionen runden das digitale Upgrade ab.
Optisch zieht der um acht Millimeter verkürzte Born (nun 4.316 mm Länge) ebenfalls nach. Die Frontpartie wird von einer markanten Sharknose und neu gestalteten dreieckigen Matrix-LED-Scheinwerfern dominiert, deren Tagfahrlicht nun wie Klammern weiter nach unten greift. Am Heck integrieren die Spanier einen stärker herausgearbeiteten Diffusor und ein beleuchtetes Markenlogo in die 3D-Rückleuchten. Wer sich für die neuen 19- oder 20-Zoll-Felgen entscheidet, profitiert zudem von breiteren 235-Millimeter-Reifen, die die Traktion auf der Straße merklich verbessern sollen.
Bei den Antrieben setzt Cupra künftig auf Feinschliff und Effizienz, statt auf reine Leistungssteigerung. Im Topmodell der Baureihe arbeitet ein 240-kW-Antrieb (326 PS), der bis zu 545 Nm Drehmoment liefert. Mit aktivierter Launch Control beschleunigt der Cupra Born VZ in 5,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Spitze ist elektronisch bei 200 km/h gedeckelt. Die nötige Energie liefert dem neuen Cupra Born eine 79-kWh-Batterie. Der Autobauer verspricht eine Reichweite von rund 600 Kilometern. Diese teilt sich der VZ mit der Endurance-Version, die weiterhin 231 PS leistet.
Drei Motor-Batterie-Konfigurationen für den Cupra Born 2026 sind verfügbar (Angaben Cupra):
| VARIANTE | MOTOR | BATTERIE | REICHWEITE |
| BORN VZ | 240 kW (326 PS) | 79 kWh (netto) | rund 600 km |
| BORN ENDURANCE | 170 kW (231 PS) | 79 kWh (netto) | rund 600 km |
| BORN | 140 kW (190 PS) | 58 kWh (netto) | rund 450 km |
Spannend ist der Blick auf das Basismodell: Hier geht Cupra leistungstechnisch bewusst einen Schritt zurück. Statt 204 PS und 60-kWh-Akku gibt es künftig 140 kW (190 PS) und einen 58-kWh-Speicher. Der strategische Clou dahinter: Durch die Effizienzsteigerung wächst die Reichweite dennoch um 22 auf nun 450 Kilometer. Etwas später soll zudem eine noch kleinere Einstiegsversion mit 170 PS und 50-kWh-Akku folgen. Zwar nennt Cupra zur Enthüllung noch keine offiziellen Preise, diese dürften sich aber am bisherigen Niveau orientieren. Zur Einordnung: Das bisherige Basismodell startete zuletzt bei 36.450 Euro, während für die VZ-Variante 48.870 Euro fällig wurden. Das künftige Einstiegsmodell dürfte den Basispreis somit weiterhin attraktiv unter der 40.000-Euro-Marke halten.
Neben der reinen Leistungsebene rüstet Cupra den Born auch bei den echten E-Auto-Tugenden auf, und zwar mit einem echten Novum für die Plattform. Das Fahrzeug beherrscht nun echtes One-Pedal-Driving. Damit bricht Cupra mit der bisherigen VW-Philosophie des reinen Segelns. Das Auto verzögert nun bis zum vollständigen Stillstand, sobald der Fahrer den Fuß vom Strompedal nimmt. Zudem zieht die Vehicle-to-Load-Technologie (V2L) in den Kompakten ein. Damit wird der Born zur fahrenden Powerbank und kann über einen Adapter externe Geräte wie Laptops oder E-Bikes mit Strom versorgen. Eine neue, optionale Anhängerkupplung speziell für Fahrradträger macht den Spanier zudem deutlich alltagstauglicher. Produziert wird der neue Born ab dem zweiten Quartal 2026, die Auslieferungen starten im Sommer.
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Quelle(n)
Cupra





















