Bestell-Boom beim Volvo EX60: Neues E-SUV zwingt Autobauer zu historischer Maßnahme

Besonders in den Kernmärkten Deutschland und Schweden reißen die Kunden dem Hersteller den vollelektrischen EX60 förmlich aus den Händen. Allein im schwedischen Heimatmarkt verzeichnet Volvo bereits über 3.000 verbindliche Orders für den EX60. Befeuert wird der Absatz dort durch Lockangebote, darunter drei Jahre kostenloses Laden an der heimischen Wallbox. Die Dynamik des Bestelleingangs stellt sogar das günstigere Einstiegsmodell EX30 in den Schatten. Dass ein teures Mittelklasse-SUV ein Volumenmodell beim Absatztempo schlägt, ist ein massiver Erfolg für die Schweden.
Ein Grund für den Ansturm auf den voll batteriebetriebenen Elektro-SUV dürfte die aggressive Preisgestaltung sein. Volvo positioniert den rein elektrischen EX60 preislich exakt auf dem Niveau des hauseigenen Bestsellers XC60 mit Plug-in-Hybrid. Flankiert wird diese Strategie durch eine 400-kW-Ladearchitektur, die Ladezeiten auf dem Niveau eines klassischen Tankstopps verspricht.
Der unerwartete Boom hat nun direkte Auswirkungen auf die Produktion im schwedischen Stammwerk Torslanda. Um die Nachfrage zu bedienen und den für April geplanten Produktionsstart der Kundenfahrzeuge abzusichern, greift Volvo zu einer in der Unternehmensgeschichte beispiellosen Maßnahme. Der Autobauer verhandelt aktuell mit den Gewerkschaften, um das Werk im Sommer eine Woche länger offen zu halten und die traditionellen schwedischen Werksferien zu verkürzen.
Für Volvo ist das ein absolutes Luxusproblem. "Dass so viele Kunden den EX60 im ersten Monat bestellt haben, hat unsere Erwartungen übertroffen", erklärt Vertriebschef Erik Severinson. Der eigentliche Stresstest steht den Produktionsbändern aber erst noch bevor. Die Order-Bücher für den riesigen US-Markt werden erst im Laufe des Frühjahrs geöffnet.
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