Stellantis greift Tesla an: Neue KI-Fabriken und Robo-Taxis mit Nvidia

Der Autobauer Stellantis bläst zum Frontalangriff auf US-Konkurrenten wie Tesla. Dafür krempelt das Unternehmen seine weltweite Produktion komplett um. Der Fokus liegt ab sofort auf hochmodernen KI-Fabriken und der Entwicklung von Robo-Taxis. Um diesen Kraftakt zu stemmen, holt sich der Konzern starke Partner an Bord. Eine neue Allianz mit dem IT-Berater Accenture und dem Chip-Giganten Nvidia soll künstliche Intelligenz (KI) direkt in die Fertigung bringen. Das Ziel ist eine echte Smart Factory. Nvidia liefert für diesen Umbau seine extreme Rechenpower und die bekannten Omniverse-Bibliotheken. Accenture kümmert sich darum, dass diese Technik auch wirklich in der Praxis funktioniert und nicht nur auf dem Papier gut aussieht.
Technologisch dreht sich bei dem Projekt fast alles um digitale Zwillinge. Stellantis baut seine realen Werke praktisch als exakte Kopie im Rechner nach. Die Digital-Twin-Technologie erlaubt es den Planern, sämtliche Abläufe am Bildschirm durchzuspielen. Ingenieure simulieren und testen neue Produktionsschritte in Echtzeit, lange bevor in der echten Halle überhaupt eine Maschine bewegt wird. Das spart Zeit und vor allem Geld. Mögliche Fehler fallen sofort auf. Durch die Technik von Nvidia laufen diese Simulationen rasend schnell ab.
In der Praxis entsteht so ein ständiger Datenaustausch. Die echten Maschinen funken ihre Werte an den digitalen Zwilling. Der Computer berechnet sofort Verbesserungen und schickt die Befehle zurück an die Anlage. Die Fabrik optimiert sich dadurch laufend selbst. Stellantis will dieses Modell in großem Stil ausrollen. Wissen aus einem Werk lässt sich so per Knopfdruck auf andere Standorte übertragen. Die ersten Fabriken in Nordamerika starten 2026 mit dieser Technik. Danach folgt der weltweite Ausbau.

Die Pläne von Stellantis und Nvidia enden aber nicht am Fabriktor. Die Partner haben weitaus größere Ziele beim autonomen Fahren. Zusammen mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber und dem Elektronik-Riesen Foxconn bauen sie an einer eigenen Flotte von Robo-Taxis. Foxconn übernimmt den Bau der Hardware. Uber liefert die App und die Kunden. Ab 2028 sollen die fahrerlosen Taxis ganz regulär über die Straßen rollen. Branchenkenner sehen in diesem Bündnis eine massive Gefahr für Tesla und Waymo. Bisher gaben diese beiden Firmen in den USA den Ton an. Jetzt schiebt sich eine Allianz aus Autoindustrie, Chip-Hersteller und Software-Giganten dazwischen und mischt den Markt völlig neu auf.










