Ende des CO2-Tricks: Toyota und Stellantis drehen Tesla den Millionen-Geldhahn zu

Bisher nutzten klassische Autohersteller einen legalen Kniff, um EU-Strafzahlungen zu vermeiden. Da Tesla nur rein batteriebetriebene Elektroautos baut, liegt deren Flottenausstoß bei 0. Andere Autokonzerne zahlten Tesla bisher Millionen, um ihre eigene Bilanz auf dem Papier mit den US-Fahrzeugen zu verrechnen. Für das Unternehmen von Elon Musk war dieser Ablasshandel bislang reiner Profit ohne jeden Aufwand.
Toyota und Stellantis drehen Tesla den Millionen-Geldhahn zu
Dieses für Tesla äußerst lukrative Geschäftsmodell bekommt nun massive Risse. Wie eine Analyse des Branchenexpterten Schmidt Automotive Research zeigt, erreichen die Branchenriesen ihre Grenzwerte zunehmend aus eigener Kraft. So profitiert Stellantis beispielsweise hier vor allem von der Integration der Marke Leapmotor und deren Produktion in Spanien, was zudem drohende Ausgleichszölle umgeht. Toyota setzt auf seinen hohen Anteil an Hybridfahrzeugen und führt 2026 mit dem Urban Cruiser neue vollelektrische E-Modelle ein, die auf dem Suzuki eVitara basieren.
Die Abkehr von Stellantis und Toyota aus dem Tesla-Pool verdeutlicht den technologischen Reifeprozess der Branche. Dass Schwergewichte wie Toyota und Stellantis ihre Ziele nun selbst erreichen, liegt auch an verschärften EU-Regeln für 2025 bis 2027. Diese Phase erhöht den Druck auf die Autokonzerne zur Markteinführung eigener Stromer massiv. Tesla verliert dadurch nicht nur Einnahmen in Millionenhöhe, sondern auch seinen Status als unverzichtbarer Rettungsanker für die europäische Autoindustrie.
Während Ford, Honda, Mazda und Suzuki vorerst im Pool verbleiben, wird der finanzielle Spielraum für Elon Musk und Tesla enger. Der E-Auto-Hersteller aus den USA warnte bereits vor sinkenden Erlösen aus dem Zertifikatehandel, da die anderen Autobauer zunehmend aus dem europäischen Emissions-Pool ausscheiden. Für Tesla trocknet damit die massive Einnahmequelle zunehmend aus. Zusätzlich droht durch eine mögliche Deregulierung der Umweltauflagen in den USA auch auf dem Heimatmarkt ein Rückgang dieser wichtigen Sondererlöse.










