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VW und Stellantis fordern „Europa-Bonus“ für lokal gefertigte Elektroautos

VW und Stellantis fordern eine Neuausrichtung der europäischen Förderkriterien.
ⓘ Stellantis
VW und Stellantis fordern eine Neuausrichtung der europäischen Förderkriterien.
Angesichts des wachsenden Konkurrenzdrucks aus Übersee fordern die Automobilkonzerne Volkswagen und Stellantis eine strategische Neuausrichtung der europäischen Förderung. Ein vorgeschlagener „Europa-Bonus“ soll Kaufanreize gezielt an die lokale Wertschöpfung koppeln, um die europäische Produktion wettbewerbsfähig zu halten.

Die Debatte um eine „Made in Europe“-Strategie gewinnt angesichts des globalen Preisdrucks an Relevanz. Während strategische Ansätze die Möglichkeit betonen, Europa durch eine kohärente Industriestrategie als Leitanbieter zu positionieren, fordern Volkswagen und Stellantis in einem Handelsblatt-Gastbeitrag (zum kostenpflichtigen Artikel) den Übergang zu konkreten Marktmechanismen. Für die Konzerne ist ein „Europa-Bonus“ ein Instrument, um den Standortvorteil der hiesigen Produktion gegenüber Importen zu wahren und die Auslastung der europäischen Automobilwerke abzusichern.

Auf einen Blick:

  • Die Konzerne plädieren für Subventionen, die sich am französischen Modell orientieren.
  • Eine Förderung soll an Bedingungen gekoppelt werden, nach denen Produktion und Lieferkette in Europa liegen müssen.
  • Reaktion auf den US-amerikanischen Inflation Reduction Act (IRA) und Importe aus Regionen mit geringeren Produktionskosten.
  • Forderung nach stabilen Energiepreisen und gesichertem Rohstoffbezug für die Batteriefertigung.
  • Sicherung der industriellen Basis in den Bereichen Zellfertigung und Endmontage.

Marktsteuerung durch ökologische Herkunftsnachweise

Die Forderung nach einem „Europa-Bonus“ zielt darauf ab, strukturelle Preisunterschiede europäischer Fahrzeuge auszugleichen. In Frankreich werden bereits Kriterien wie die CO2-Bilanz der Produktion und die Transportwege herangezogen, was Importe von der staatlichen Förderung ausschließen kann. Eine EU-weite Umsetzung würde bedeuten, dass nicht mehr ausschließlich der Antriebstyp, sondern der industrielle Fußabdruck bewertet wird. Standortentscheidungen für Fabriken würden damit den Endkundenpreis und die Marktposition direkt beeinflussen.

Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil

Es wird angeführt, dass Europa durch technische Entwicklung und eine integrierte Kreislaufwirtschaft Marktanteile halten kann. Voraussetzung hierfür ist eine Rahmensetzung, die Anreize schafft und den Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt. Die Automobilindustrie dient hierbei als Pilotsektor für eine Strategie, die die industrielle Substanz in Europa sichern soll.

Quelle(n)

Handelsblatt (kostenpflichtig) Bildquelle: Stellantis

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > VW und Stellantis fordern „Europa-Bonus“ für lokal gefertigte Elektroautos
Autor: Andreas Jakobi,  5.02.2026 (Update:  5.02.2026)