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Nio gratis, Mercedes kassiert: ADAC kritisiert teures Software-Chaos

Zahlen bitte! Wenn das eigene Auto zur fahrenden Kasse wird: Viele Hersteller verlangen für digitale Extras und Software-Funktionen mittlerweile Gebühren, oft in Form von Abos (Bild: Copilot KI).
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Zahlen bitte! Wenn das eigene Auto zur fahrenden Kasse wird: Viele Hersteller verlangen für digitale Extras und Software-Funktionen mittlerweile Gebühren, oft in Form von Abos (Bild: Copilot KI).
Elektroautos und Neuwagen werden teurer: Software-Abos für Sitzheizung, Navigation und Co. treiben die Kosten massiv in die Höhe. Viele Autohersteller verlangen für digitale Dienste mittlerweile monatliche oder jährliche Gebühren. Eine Untersuchung von ADAC und c't deckt nun massive Preisunterschiede und fehlende Transparenz auf. Besonders bei Gebrauchtwagen drohen unerwartete Folgekosten.

Funktionen on Demand (FoD) entwickeln sich zunehmend zum Standard in der Automobilbranche. Wer Sitzheizung, bessere Navigation oder Remote-Zugriff per Smartphone will, zahlt oft im Abo drauf. Der ADAC hat gemeinsam mit dem Fachmagazin c't die aktuellen Modelle unter die Lupe genommen. Das Fazit ist ernüchternd: Es herrscht ein massives Ungleichgewicht bei Kosten und Transparenz von Auto-Funktionen, das den Verbraucher benachteiligt.

Enorme Preisspanne: Von gratis bis 329 Euro pro Jahr

Die Strategien der Autobauer könnten unterschiedlicher kaum sein. Bei den Basisfunktionen wie dem Fernzugriff auf Fahrzeugdaten (Standort, Klimatisierung) zeigen sich Marken wie Audi und Opel kulant und bieten zehn Jahre kostenfreie Nutzung. Skoda gewährt drei Jahre. Der chinesische Hersteller Nio hebt sich besonders positiv ab: Hier bleiben die Dienste über das gesamte Fahrzeugleben kostenlos.

Ganz anders sieht es bei Premium-Herstellern und komplexeren Diensten aus. BMW bittet Kunden für Navigation und Infotainment-Features bereits nach drei Monaten zur Kasse - mit 9,98 Euro pro Monat. Mercedes-Benz verlangt nach einer dreijährigen Gratisphase bis zu 329 Euro jährlich für vergleichbare Dienste.

Noch problematischer ist die Ungewissheit bei anderen Marken. Renault lässt seine Kunden laut ADAC komplett im Unklaren darüber, was die Dienste nach Ablauf der kostenlosen Phase im Jahr 2027 kosten werden. Volvo kündigt lediglich an, die Preise kurz vor Ende der vierjährigen Laufzeit zu kommunizieren. Eine langfristige Kalkulation der Unterhaltskosten wird so unmöglich gemacht.

Warnung für Gebrauchtwagenkäufer

Besonders kritisch sieht der Automobilclub die Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Käufer von jungen Gebrauchten laufen Gefahr, ein Fahrzeug zu erwerben, dessen smarte Funktionen kurz vor dem Ablauf stehen oder bereits deaktiviert sind. Der ADAC rät dringend dazu, sich vor Vertragsunterzeichnung den Status aller digitalen Dienste schriftlich bestätigen zu lassen. Es muss klar sein, welche Funktionen dauerhaft im Kaufpreis enthalten sind und wo bald die Paywall droht. Oft lohnt sich auch der Vergleich mit Drittanbieter-Apps, die ähnliche Leistungen günstiger oder gratis bieten.

Forderung nach Transparenz und Sicherheit

Angesichts dieser Entwicklung fordert der ADAC klare Spielregeln. Hersteller müssen offenlegen, wie lange Dienste gratis sind und welche Folgekosten konkret anfallen. Zudem sollten Abos fahrzeuggebunden und somit auf den nächsten Besitzer übertragbar sein, um den Wertverlust zu mindern. Sicherheitsrelevante Funktionen dürfen laut den Experten niemals hinter einer Bezahlschranke verschwinden. Zudem mahnt der Club offene Schnittstellen für Drittanbieter an, um den Wettbewerb zu fördern und Monopole der Hersteller zu verhindern.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Nio gratis, Mercedes kassiert: ADAC kritisiert teures Software-Chaos
Autor: Ronald Matta,  6.02.2026 (Update:  6.02.2026)