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Green NCAP 2025: Unfassbare 100 Prozent für den Dacia Spring, aber ausgerechnet ein Benziner sorgt für Staunen

Kleiner Akku, große Wirkung: Der Dacia Spring sichert sich mit 100 Prozent die perfekte Wertung im Green NCAP Umwelttest (Bild: Dacia).
Kleiner Akku, große Wirkung: Der Dacia Spring sichert sich mit 100 Prozent die perfekte Wertung im Green NCAP Umwelttest (Bild: Dacia).
Green NCAP bewertet Autos 2025 erstmals über ihren gesamten Lebenszyklus. Das Ergebnis sorgt für Überraschungen: Ein günstiger E-Kleinwagen erreicht die perfekte Wertung, große E-SUVs müssen sich geschlagen geben und sogar ein klassischer Benziner spielt vorne mit. Dazu zeigen neue Praxistests, welche Stromer bei Kälte und an der Ladesäule wirklich überzeugen.

Die unabhängige Testorganisation Green NCAP hat ihre Category Winners für das Jahr 2025 bekannt gegeben. Seit September gelten dabei deutlich härtere Regeln. Der entscheidende Unterschied: Die Prüfer schauen jetzt auf das komplette Autoleben. Es zählt nicht mehr nur der Stromverbrauch auf der Straße, sondern auch, wie viel Energie Produktion, Strombereitstellung und am Ende das Recycling kosten.

Bei den kleinsten Stromern fährt der Dacia Spring allen davon. Sein Erfolgsgeheimnis ist dabei eigentlich ein Verzicht: Weil die Batterie mit 27,6 kWh vergleichsweise winzig ist, stimmt die Ökobilanz perfekt. Das Ergebnis sind volle fünf Sterne und glatte 100 Prozent in der Gesamtwertung. Für die Experten von Green NCAP ist das nur logisch, denn weniger Gewicht und eine kleine Batterie sparen schon bei der Herstellung massiv Ressourcen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich eine Klasse höher bei den kompakten Familien-Stromern. Hier schnappt sich der Fiat 600e den Sieg, ebenfalls ein Modell, das nicht mit riesigem Akku protzt. Mit 51 kWh Kapazität schafft der Italiener laut Test die ideale Balance zwischen Reichweite und Umweltlast. Der Lohn sind fünf Sterne und ein Score von 96 Prozent. Dazu kommen Pluspunkte im Alltag: Der Fiat heizt effizient und produziert wenig Feinstaub durch Reifenabrieb, was sich besonders im Winter und auf der Autobahn auszahlt.

Bei den großen Elektro-SUVs holt sich der BYD Sealion 7 den Titel. Der Chinese kommt trotz seiner wuchtigen 82,6-kWh-Batterie auf vier Sterne (73 Prozent). Die Tester bescheinigen ihm eine klar bessere Umweltbilanz als vergleichbaren Verbrennern dieser Größe. Im Wintertest bei minus sieben Grad fiel zudem auf, dass die Heizung die Reichweitenverluste gut im Griff hat.

Der Cupra Born (60 kWh) gewinnt bei den kleinen Familienautos (4,5 Sterne, 86 Prozent). Doch die eigentliche Überraschung liefert der Seat Ibiza. Der Benziner kratzt mit 3,5 Sternen und 67 Prozent fast an der Vier-Sterne-Marke. Das ist für einen Verbrenner beachtlich und liegt am niedrigen Gewicht gepaart mit einer sehr sauberen Abgasreinigung.

Green NCAP: Dacia Spring (Bildquelle: Green NCAP).
ⓘ Green NCAP
Green NCAP: Dacia Spring (Bildquelle: Green NCAP).
Green NCAP: Cupra Born (Bildquelle: Green NCAP).
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Green NCAP: Cupra Born (Bildquelle: Green NCAP).
Green NCAP: Seat Ibiza (Bildquelle: Green NCAP).
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Green NCAP: Seat Ibiza (Bildquelle: Green NCAP).
Green NCAP: Fiat 600e (Bildquelle: Green NCAP).
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Green NCAP: Fiat 600e (Bildquelle: Green NCAP).
Green NCAP: BYD Sealion 7 (Bildquelle: Green NCAP).
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Green NCAP: BYD Sealion 7 (Bildquelle: Green NCAP).

Neben der Umweltnote prüft Green NCAP auch die "Driving Experience", also wie sich das Auto im Alltag schlägt. Hier fielen drei Kandidaten positiv auf.

Der Fiat 600e punktet erneut, diesmal bei Verbrauch und Reichweite. Die Tester loben, dass die Anzeige im Cockpit sehr genaue Werte liefert. Mit 340 Kilometern im Warmen und gut 225 Kilometern im Winter zeigt er, dass eine sinnvoll dimensionierte Batterie oft völlig ausreicht.

Wenn es klirrend kalt wird, schlägt die Stunde des Mercedes-EQ EQE 350+. Dank riesigem 96-kWh-Akku und cleverem Thermomanagement bleiben selbst bei minus sieben Grad noch 280 Kilometer Reichweite im Mix übrig, auf der Langstrecke sogar über 300. Wer den Wagen noch am Ladekabel vorheizt, holt sogar noch deutlich mehr raus.

An der Ladesäule macht dem Kia EV9 so schnell keiner was vor. Das große SUV zieht den Strom mit bis zu 213 kW und füllt den Akku in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Praktisch: Die Batterie lässt sich per Knopfdruck oder Navi manuell vorwärmen, damit es an der Säule schneller geht. Auch Extras wie bidirektionales Laden gaben Pluspunkte.

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Autor: Ronald Matta,  2.02.2026 (Update:  2.02.2026)