Wer glaubt, chinesische Autos hätten bei der Sicherheit Nachholbedarf, wird von den aktuellen Euro-NCAP-Zahlen eines Besseren belehrt. Die Prüforganisation Euro NCAP hat zum Jahresende 23 Automodelle gecrasht, darunter eine Armada an E-Autos. Das Fazit: Die Newcomer aus Fernost zeigen nicht nur das technisch Machbare, sondern setzen auch Maßstäbe.
Besonders der Leapmotor B10 und der Hongqi EHS7 stechen in der aktuellen Testrunde der Profi-Crasher heraus. Beide Elektro-SUVs holten beim Insassenschutz für Erwachsene überragende 93 Prozent. Damit liegen sie gleichauf mit deutscher Premium-Konkurrenz, wie dem Mercedes CLE. Auch bei der Kindersicherheit leistete sich der Leapmotor (93 Prozent) keine Blöße. Schlicht überragend.
Für Aufsehen sorgt das Duell in der Mittelklasse. Der BYD Seal 6 (PHEV) fuhr souveräne fünf Sterne und 92 Prozent beim Erwachsenenschutz ein. Der direkte Konkurrent BMW 2er Gran Coupé patzte dagegen: Nur 78 Prozent beim Insassenschutz und insgesamt nur vier Sterne. Ein deutliches Signal für den Technologiewandel in der Autobranche, der vor allem durch Herausforderer wie BYD aus China maßgeblich angetrieben wird. Und: der Erfolg gibt den Technolgieunternehmen aus dem Reich der Mitte recht. BYD steigerte seine Zulassungszahlen, laut den offiziellen KBA-Zahlen, um satte 276 Prozent auf 7.770 Fahrzeuge. Chapeau!
Im breiten Feld der 5-Sterne-Stromer landeten der Cupra Formentor (91 Prozent Insassenschutz) sowie die Skoda-Brüder Elroq und Enyaq (90 Prozent) weit vorne. Die japanischen Zwillinge Toyota bZ4X und Subaru Solterra fuhren sichere 88 Prozent ein, gefolgt vom VW ID.3 mit 86 Prozent. Etwas Federn ließen der MG MGS9 (84 Prozent) sowie der Kia EV5 und der Luxus-Stromer Lucid Gravity (je 83 Prozent). Eine Enttäuschung war der Nissan Qashqai, der mit vier Sternen und schwachen Werten bei den Assistenten durchfiel.






































