Wer kauft in Deutschland als Nächstes welches Auto? E-Auto oder Verbrenner, ein Auto aus China oder doch lieber ein deutsches Fabrikat? Welcher Autohersteller bietet am meisten Gegenwert für mein hart verdientes Geld? Fragen über Fragen, die ganz offensichtlich auch die Verbraucher hierzulande beschäftigen. Der aktuelle YouGov-Report "Next-gen car brands Germany 2025" liefert dazu spannende Antworten und Zahlen.
Ist Deutschland reif für die Antriebswende? Mögliche Antworten zu dieser zentralen Trendfrage finden sich im aktuellen E-Auto-Report von YouGov: Unter den Deutschen, die in den nächsten drei Jahren ein Auto kaufen wollen, ist das E-Auto längst keine Randerscheinung mehr. Gut ein Drittel der potenziellen Käufer (36 Prozent) plant konkret, auf einen elektrifizierten Antrieb umzusteigen. Davon 19 Prozent auf ein reines Elektroauto (BEV) und 17 Prozent auf einen Hybrid. Der Abgesang auf den Verbrenner kommt trotzdem zu früh, auch wenn der Diesel mit nur 12 Prozent Kaufabsicht fast schon eine Nebenrolle spielt. Der Benziner hält sich mit 47 Prozent wacker. Aber der Trendpfeil zeigt klar Richtung Elektrifizierung.
Doch wer liefert die neuen E-Autos? Hier zeigt sich eine massive Verschiebung. Die neuen Herausforderer kommen nicht nur aus dem Reich der Mitte, China, sie sind auch in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen. 62 Prozent der Deutschen kennen mindestens eine der "Next-Gen"-Marken. Ganz vorn: Der chinesische Branchenriese BYD (38 Prozent Bekanntheit) und die Volvo-Schwester Polestar (30 Prozent). Bei den konkreten Autokäufern in Deutschland hat fast die Hälfte (46 Prozent) BYD auf dem Schirm.
Ein Ergebnis dürfte den deutschen Herstellern besonders zu denken geben: Gerade wenn es um die Themen "Innovation" und "Wachstum" geht, schauen die Deutschen sehr interessiert und offen nach Osten. Satte 66 Prozent der Bundesbürger sehen China als den globalen Wachstumsmotor der Branche, während Deutschland für die Deutschen selbst in dieser Wahrnehmung mit 16 Prozent weit abgeschlagen ist. Was die Käufer zu den neuen "Players" treibt, sind vor allem Preis (44 Prozent) und Reichweite (43 Prozent). Was sie bremst, ist die Sorge um die Zuverlässigkeit (47 Prozent) als Punkt, bei dem "Made in Germany" in den Köpfen der Leute noch immer zu punkten scheint.





























