Insgesamt 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) hat der TÜV ausgewertet. Die Bilanz zeigt, dass 21,5 Prozent aller Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln durchfallen. Doch der Fokus liegt dieses Jahr auf der Elektromobilität. Hier gibt es Licht und Schatten.
Der absolute Verlierer ist das Tesla Model Y. Mit einer Mängelquote von 17,3 Prozent landet es auf dem letzten Platz von 110 geprüften Fahrzeugen der Altersklasse 2 bis 3 Jahre. Auch das Model 3 bekleckert sich nicht mit Ruhm (Platz 108, 13,1 Prozent). Die Hauptprobleme sind bekannt: Achsaufhängungen und Bremsscheiben leiden unter dem hohen Gewicht und der seltenen Nutzung der mechanischen Bremse durch die Rekuperation. Aber, und das ist wichtig für die Einordnung: Zur Wahrheit gehört auch, dass die Teslas echte Kilometerfresser sind. Nach drei Jahren haben sie im Schnitt schon über 50.000 Kilometer auf dem Tacho. Das ist fast doppelt so viel wie die Konkurrenz im Kleinwagen-Segment und relativiert den Verschleiß zumindest teilweise.
Ganz anders sieht es bei den Kleinen aus. Der Mini Cooper SE ist mit nur 3,5 Prozent Mängeln das beste E-Auto überhaupt. Der Fiat 500e (4,2 Prozent) sichert sich den Klassensieg bei den Minis. Auch der Audi Q4 e-tron (4,0 Prozent bei 42.000 km) überzeugt auf ganzer Linie. Bei den etablierten Herstellern zeigen sich spezifische Schwächen. Der Opel Corsa-e kämpft bereits früh mit der Achsaufhängung (1,7 Prozent Mängel), der Peugeot e-208 mit den Bremsscheiben (2,7 Prozent). Die VW-Modelle ID.3 und ID.4 fallen zwar durch Probleme mit der Fußbremse auf, sind sonst aber überdurchschnittlich mängelarm.
Der Gesamtsieger über alle Antriebe hinweg ist der Mazda 2 Hybrid mit einer Traum-Quote von nur 2,9 Prozent. Ein Blick auf die Bundesländer zeigt zudem Erfreuliches für die Mitte und den Süden: Sachsen hat die sichersten Autos (16,8 Prozent Mängelquote), dicht gefolgt von Bayern (17,4 Prozent). Hamburg bildet mit 27,6 Prozent das Schlusslicht.




























