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E-Auto-Förderung: Söder will die neue Kaufprämie auch für Hybride und Range Extender

Söders Hybrid-Plan zur E-Auto-Prämie: Der BMW 225e xDrive Active Tourer (ab 48.500 Euro) wäre als Plug-in-Hybrid ein Kandidat für die von Söder geforderte Förderung (Bild: BMW).
Söders Hybrid-Plan zur E-Auto-Prämie: Der BMW 225e xDrive Active Tourer (ab 48.500 Euro) wäre als Plug-in-Hybrid ein Kandidat für die von Söder geforderte Förderung (Bild: BMW).
Es gibt wieder Streit ums Geld für Autos. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reicht der aktuelle Plan für die neue E-Auto-Prämie offenbar nicht. Der CSU-Chef prescht vor und verlangt, dass nicht nur reine Stromer gefördert werden. Laut Berichten aus Regierungskreisen, die das Handelsblatt zitiert, will Söder auch Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender auf die Liste der Empfänger setzen. Das dürfte im Koalitionsausschuss für ordentlich Zündstoff sorgen.

Eigentlich war die Marschrichtung von Union und SPD klar. Man wollte Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen unter die Arme greifen. Im Topf sind drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds. Wer weniger als 3.800 Euro brutto im Monat verdient, soll 3.000 Euro vom Staat bekommen, wenn er sich ein E-Auto kauft. Bedingung ist, dass der Hersteller den gleichen Betrag noch mal oben drauf legt. Doch Söder will jetzt mehr. Er argumentiert mit Technologieoffenheit und dem Schutz der heimischen Industrie. Das zielt wohl vor allem auf Hersteller wie BMW oder Audi, die viele Hybride im Angebot haben.

Technisch geht es um die Zwitter. Also Autos, die einen E-Motor und einen Verbrenner haben. Plug-in-Hybride fahren meist nur kurz elektrisch. Autos mit Range Extender nutzen einen kleinen Verbrenner als Generator für die Batterie. Für Umweltschützer sind das oft Mogelpackungen. Sie kritisieren die Klimabilanz, weil am Ende doch wieder Benzin verbrannt wird. Söder sieht das anders. Er will diese Technik im Boot haben.

Die Hürden für die neue Prämie sind ohnehin schon hoch. Das Auto darf netto nicht mehr als 45.000 Euro kosten. Dazu kommt eine Klausel, die China gar nicht schmecken dürfte. Die Autos müssen in Europa gebaut sein ("Made in Europe"). Das schließt viele günstige Importe aus Fernost aus. Zwar bauen Firmen wie BYD gerade Werke in der EU, um Strafzölle zu umgehen, aber das dauert.

Der Vorstoß aus Bayern passt zur allgemeinen Stimmungslage. Kanzler Friedrich Merz hatte ja schon angekündigt, das strikte Verbrenner-Aus für 2035 aufweichen zu wollen. Die Ministerpräsidenten der Länder forderten zuletzt, dass Verbrenner auch nach 2035 erlaubt bleiben sollen, wenn sie E-Fuels tanken. Jetzt will Söder diesen Bonus offenbar auch auf die Hybride ausdehnen. Ob die SPD da mitspielt, ist völlig offen. Klar ist nur eines. Die Autoindustrie braucht Planungssicherheit, aber die Politik liefert gerade eher das Gegenteil.

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Autor: Ronald Matta, 27.11.2025 (Update: 27.11.2025)