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E-Auto-Förderung 2026: Wer bis zu 6.000 Euro Zuschuss für sein Fahrzeug erhält

E-Auto-Prämie 2026: Günstige Elektroautos für die City, wie Dacia Spring und e-C3, werden dank Förderung durch die Regierung noch attraktiver (Bilder: Dacia, Citroen).
E-Auto-Prämie 2026: Günstige Elektroautos für die City, wie Dacia Spring und e-C3, werden dank Förderung durch die Regierung noch attraktiver (Bilder: Dacia, Citroen).
Lange wurde verhandelt, jetzt herrscht Klarheit bei der neuen Elektroauto-Kaufprämie. Das BMUKN greift Privatpersonen unter die Arme und setzt dabei auf eine soziale Staffelung. Wer sich dieses Jahr für einen Neuwagen entscheidet, profitiert rückwirkend. Einziges Manko: Das Antragsportal lässt noch bis Mai auf sich warten.

Endlich gibt es Planungssicherheit für den Autokauf. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat in Berlin die finalen Konditionen für das neue Förderprogramm auf den Tisch gelegt. Die wichtigste Nachricht vorab: Wer sein Fahrzeug seit dem 1. Januar 2026 zugelassen hat, geht nicht leer aus, sondern wird rückwirkend berücksichtigt. Der Fokus liegt dabei klar auf Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen. Dafür stellt der Klima- und Transformationsfonds insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Das sollte laut Ministerium reichen, um bis zum Jahr 2029 etwa 800.000 Fahrzeuge zu fördern.

Soziale Staffelung und Einkommensgrenzen

Das Gießkannen-Prinzip hat ausgedient. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, entscheidet jetzt der Geldbeutel und die Anzahl der Kinder im Haushalt. Die absolute Obergrenze zieht der Staat bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von 80.000 Euro. Wer Kinder hat, darf mehr verdienen: Pro Kind steigt diese Grenze um 5.000 Euro an, maximal bis auf 90.000 Euro.

Bei reinen Elektroautos (BEV) staffelt sich das Geld wie folgt:

  • Basisförderung: 3.000 Euro gibt es für Haushalte bis 80.000 Euro Einkommen.
  • Mittlere Stufe: 4.000 Euro erhalten Haushalte mit maximal 60.000 Euro.
  • Höchstsatz: 5.000 Euro fließen, wenn das Einkommen unter 45.000 Euro liegt

Obendrauf legt der Staat noch einen Kinderbonus von 500 Euro (für maximal zwei Kinder). Rechnet man alles zusammen, ist so eine Spitzenförderung von 6.000 Euro möglich. Damit will die Regierung die E-Mobilität aus der Nische holen und für die breite Masse bezahlbar machen.

Infografiken zum E-Auto-Förderprogramm (Bild: BMUKN/petovarga - stock.adobe.com).
Infografiken zum E-Auto-Förderprogramm (Bild: BMUKN/petovarga - stock.adobe.com).

Vorgaben für Hybride und Haltedauer

Auch wer auf einen Plug-in-Hybrid (PHEV) oder einen Wagen mit Reichweitenverlängerer setzt, wird unterstützt. Hier startet die Förderung bei 1.500 Euro und endet inklusive aller Boni bei 4.500 Euro. Allerdings schaut der Gesetzgeber genau hin: Die Autos dürfen höchstens 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen rein elektrisch mindestens 80 Kilometer weit kommen. Wer den Kauf plant, sollte beachten: Ab Juli 2027 werden diese Regeln voraussichtlich verschärft.

Eine wichtige Bedingung gilt für alle: Das Fahrzeug muss mindestens 36 Monate im Besitz bleiben. Das gilt für Käufer genauso wie für Leasingnehmer. Gebrauchtwagen sind von dem Programm komplett ausgenommen.

Antragstellung erst im Frühling

Obwohl die Förderung rückwirkend gilt, fließt das Geld nicht sofort. Die Bürokratie braucht noch etwas Zeit. Das Online-Portal für die Anträge wird voraussichtlich erst im Mai freigeschaltet. Nach der Zulassung haben Fahrzeughalter dann genau ein Jahr Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen. Geprüft wird das Einkommen ganz klassisch über die Steuerbescheide der letzten Jahre.

Impulse für die Wirtschaft

Neben den privaten Haushalten hat das Ministerium auch die Industrie im Blick. Minister Schneider sieht in dem Programm einen "starken Anschub" für die heimische Automobilwirtschaft. Er verweist darauf, dass bereits im vergangenen Jahr rund 80 Prozent der neu zugelassenen E-Autos aus europäischer Produktion stammten. Auch die Plug-in-Hybride sollen als "wichtiges Arbeitsplatzargument" für die Zuliefererindustrie eine Rolle spielen, wenngleich sie langfristig nur als Ergänzung gesehen werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > E-Auto-Förderung 2026: Wer bis zu 6.000 Euro Zuschuss für sein Fahrzeug erhält
Autor: Ronald Matta, 19.01.2026 (Update: 19.01.2026)