Notebookcheck Logo

KBA Neuzulassungen Januar 2026: Privatkunden flüchten, E-Autos und Firmenwagen stützen den Markt

Der Skoda Enyaq ist einer der beliebtesten elektrischen Dienstwagen in Deutschland (Bild: Skoda).
ⓘ Skoda
Der Skoda Enyaq ist einer der beliebtesten elektrischen Dienstwagen in Deutschland (Bild: Skoda).
Nach den EU-weiten Daten liefert nun das Kraftfahrt-Bundesamt die detaillierten Zahlen für Deutschland nach. Der Januar 2026 zeigt eine gespaltene Autowelt: Während Benziner und Diesel massiv an Käufergunst verlieren und Elektroautos zulegen, offenbart die Statistik eine tiefe Kluft zwischen gewerblichen und privaten Zulassungen.

Erst vor wenigen Tagen sorgten die EU-Zulassungszahlen der ACEA für hitzige Diskussionen in unseren Kommentarspalten. Die Kernfrage vieler Leser lautete, ob der Anstieg der Elektroautos ein echtes Marktwachstum ist oder ein durch Firmenwagen und Leasing verzerrtes Bild. Die nun veröffentlichten Januar-Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) liefern hierzu konkrete Fakten, die beiden Seiten der Debatte Argumente liefern.

Der deutsche Automarkt startete insgesamt mit einem Minus von 6,6 Prozent ins Jahr 2026. Doch der Blick auf die Haltergruppen dürfte Wasser auf die Mühlen derer sein, die eine Kaufzurückhaltung beim "Normalbürger" vermuten. Die privaten Neuzulassungen brachen im Januar um heftige 14,4 Prozent ein. Nur noch gut 30 Prozent aller Neuwagen gingen an Privatpersonen. Im Gegensatz dazu legte der gewerbliche Sektor leicht um 2,1 Prozent zu und dominierte den Markt mit einem Anteil von fast 70 Prozent.

Trotz dieser Schieflage setzt sich die Antriebswende mit hoher Geschwindigkeit fort. Die klassischen Verbrenner befinden sich im freien Fall. Neuzulassungen von Benzinern sackten um fast 30 Prozent ab, Diesel-Fahrzeuge verloren über 17 Prozent. Wer aktuell einen Neuwagen bestellt - ob Firma oder Privatperson - greift zunehmend zur elektrifizierten Alternative. Reine Elektroautos (BEV) legten gegen den allgemeinen Abwärtstrend um 23,8 Prozent zu und erreichten einen Marktanteil von 22 Prozent. Noch stärker wuchsen die Plug-in-Hybride mit einem Plus von 23 Prozent.

Bei den Herstellern zeigt sich ein volatiles Bild, das die Unsicherheit im Markt widerspiegelt. Während der Marktführer VW einen Dämpfer von 17,5 Prozent hinnehmen musste, startete Opel mit einem überraschenden Plus von über 27 Prozent ins Jahr. Auch bei den Importeuren gibt es Gewinner: Skoda legte zweistellig zu und Fiat verzeichnete sogar einen Sprung von über 87 Prozent, während Marken wie Seat und Peugeot deutlich Federn ließen.

Die Zahlen des KBA bestätigen somit den Trend, den viele unserer Leser bereits vermutet haben. Der technologische Wandel hin zum E-Auto vollzieht sich rapide, wird aktuell aber primär durch den gewerblichen Sektor getragen, während der Privatmarkt in einer spürbaren Warteposition verharrt.

bokman Typ 2 Ladekabel 22 kW, 3-phasig, 5 Meter EV-Ladekabel für Elektroautos bei Amazon kaufen.

Quelle(n)

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
Alle 3 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > KBA-Zahlen Januar 2026: Privatkunden flüchten, E-Autos und Firmenwagen stützen den Markt
Autor: Ronald Matta, 10.02.2026 (Update: 11.02.2026)