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E-Auto-Analyse: Deutsche Marken besetzen die Top 10 - aber wie lange noch?

E-Auto-Prognose: Ausländische Anbieter mit günstigen Elektroautos, wie dem Hyundai Inster (ab 23.900 €), sind dank neuer E-Auto-Prämie besonders gefragt (Bild: Hyundai).
E-Auto-Prognose: Ausländische Anbieter mit günstigen Elektroautos, wie dem Hyundai Inster (ab 23.900 €), sind dank neuer E-Auto-Prämie besonders gefragt (Bild: Hyundai).
Die deutschen Autokonzerne haben Tesla im Jahr 2025 weit hinter sich gelassen. Alle Modelle unter den Top 10 der Verkaufscharts stammen mittlerweile von heimischen Herstellern. Doch die aktuelle Marktanalyse von EY dämpft die Euphorie. Das vermeintliche Rekordwachstum entpuppt sich bei genauerem Hinsehen eher als mühsame Rückkehr zur Normalität. Während Volkswagen triumphiert, warnen Experten vor einer möglichen, neuen Gefahr durch die kommende staatliche E-Auto-Förderung.

Rein statistisch legten die deutschen Marken beim Absatz um 47 Prozent zu. Mit etwa 343.000 verkauften Elektroautos stieg ihr Marktanteil auf 63 Prozent. Experten blicken jedoch kritischer auf diese Zahlen. Bezieht man das schwache Vorjahr mit ein, liegt das jährliche Wachstum seit 2023 bei gerade einmal 1,9 Prozent. Ein echter Durchbruch sieht anders aus.

An der Spitze des Feldes thront Volkswagen. Der Konzern steigerte seine Verkaufszahlen um 75 Prozent und kontrolliert nun 43 Prozent des gesamten Marktes. Der VW ID.7 führt die Liste mit 34.563 Neuzulassungen souverän an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der ID.3 sowie das Duo aus ID.4 und ID.5. Mit dem BMW iX1 schafft es erst auf Rang sechs ein Fahrzeug in die Liste, das nicht aus Wolfsburg kommt.

Top 10 BEV Brands in Deutschland (Infografik: EY).
Top 10 BEV Brands in Deutschland (Infografik: EY).

Tesla hingegen blickt auf ein Jahr zum Vergessen zurück. Das Model Y, einst die Nummer eins, landete 2025 nur noch auf dem zwölften Platz. Der gesamte Absatz des US-Pioniers brach um 48 Prozent ein. Damit rutschte das Unternehmen im Ranking der Autokonzerne von Platz vier auf acht ab. Auch die chinesische Konkurrenz verlor an Boden: Ihr Marktanteil sank trotz steigender Verkäufe von zehn auf acht Prozent. Erfolgreichster Chinese war der Leapmotor T03 auf Rang 34.

Für 2026 zeichnet sich bereits neuer Konfliktstoff ab. Die geplante E-Auto-Förderung (Elektroauto-Kaufprämie) von bis zu 6.000 Euro soll den Markt zwar ankurbeln, könnte aber zum Bumerang werden. Constantin Gall von EY warnt, dass die E-Auto-Prämie vor allem Privatkäufern mit geringeren Einkommen hilft. Weil deutsche Hersteller kaum günstige Einstiegsmodelle anbieten, könnten ausländische Anbieter massiv profitieren.

Top 10 BEV Modelle in Deutschland (Infografik: EY).
Top 10 BEV Modelle in Deutschland (Infografik: EY).

Preiswerte Stromer wie der Dacia Spring (ab 16.900 Euro), der Citroen e-C3 (unter 20.000 Euro) oder der neue Hyundai Inster (ab 23.900 Euro) besetzen bereits diese Preisklassen. Auch der Renault R5 oder der Fiat Grande Panda bieten Einstiegspreise, bei denen hiesige Konzerne derzeit kaum mithalten können. Alles Wichtige zur E-Auto-Förderung lesen Sie in unserem Hintergrundbericht E-Auto-Förderung 2026: Wer bis zu 6.000 Euro Zuschuss für sein Fahrzeug erhält.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > E-Auto-Analyse: Deutsche Marken besetzen die Top 10 - aber wie lange noch
Autor: Ronald Matta, 20.01.2026 (Update: 26.01.2026)