Das technische Highlight des Xpeng G6 versteckt sich im Unterboden. Der G6 Standard Range nutzt, wie die teureren Modelle, die 800-Volt-Architektur SEPA 2.0. Das ist in dieser Preisklasse ein echtes Alleinstellungsmerkmal für die Elektromobilität. Gepaart wird das System mit einem LFP-Akku, der eine Netto-Kapazität von 67,8 kWh bietet. Die Lithium-Eisenphosphat-Chemie gilt als besonders zyklusfest und sicher. Der eigentliche Wahnsinn ist aber die Ladekurve. Xpeng gibt die maximale DC-Ladeleistung mit brachialen 382 kW an. Damit lässt sich der Akku laut Datenblatt in nur 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen. Das sind Werte, die selbst viele Luxus-Stromer der 100.000-Euro-Klasse alt aussehen lassen. Die Reichweite nach WLTP liegt bei 455 Kilometern, was für den Alltag mehr als ausreichend sein dürfte.
Für den Vortrieb sorgt ein Heckmotor mit 185 kW (251 PS). Das reicht, um den Wagen in 6,9 Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen. Bei 200 km/h wird elektronisch abgeregelt. Auch bei der Serienausstattung kleckert Xpeng nicht. Eine Wärmepumpe und das intelligente Thermomanagement X-HP 3.0 sind immer an Bord. Dazu packt Xpeng Komfortausstattung wie beheizte und belüftete Vordersitze, Lenkradheizung, ein Panoramaglasdach mit Wärmedämmung und ein Soundsystem mit 18 Lautsprechern ins Auto. Sogar die V2L-Funktion, mit der man externe Geräte wie E-Bikes oder Laptops mit bis zu 3,3 kW laden kann, ist ab Werk freigeschaltet.
Lediglich beim AC-Laden patzt der Xpeng G6: An der günstigen Ladesäule beim Discounter, wie beispielsweise Lidl (AC: 0,29 € je kWh), schafft das Elektro-SUV-Coupe aus China nur schlappe 11 kW. Bei einem rein batteriebetriebenen E-Auto, das ansonsten mit technischen Leckerbissen wie 800 Volt und fast 400 kW DC-Ladeleistung protzt, wirkt der 11-kW-Onboard-Lader fast schon ein bisschen mickrig. Ein 22-kW-Lader wäre da zumindest als Option schon die "Kirsche auf der Torte" gewesen.
Im Innenraum dominiert ein 15-Zoll-Touchscreen, der von einem schnellen Snapdragon 8295 Chip befeuert wird. Anders als bei manch anderem chinesischen Hersteller sind Apple CarPlay und Android Auto hier integriert. Für Sicherheit sorgt das Assistenzpaket Xpilot 2.5, das unter anderem adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistenten und eine 360-Grad-Kamera mit transparentem Chassis umfasst.
Zum Marktstart bewirbt Xpeng auch Leasing-Angebote: Die monatliche Rate fürs Privatleasing von 359 Euro erfordert eine Anzahlung von 4.040 Euro bei 48 Monaten Laufzeit und 10.000 Kilometern. Besonders attraktiv ist das Angebot der ALD Lease Finanz aktuell nicht. Wettbewerber wie beispielsweise Cupra, Nissan oder VW bieten ihre Stromer derzeit oft ohne oder mit deutlich geringerer Sonderzahlung an. Das Gewerbe-Leasing-Angebot kommt ohne Sonderzahlung aus.





























