Xiaomi Auto hält das Tempo hoch und beweist, dass der Erfolg im Oktober keine Eintagsfliege war. Der chinesische Tech-Gigant verkündete auf Weibo, dass auch im November wieder mehr als 40.000 Elektroautos an Kunden übergeben wurden. Damit liegt der Hersteller nun den dritten Monat in Folge über dieser magischen Marke. Neben den nackten Verkaufszahlen für die BEV-Flotte gibt es spannende Einblicke in neue Sicherheits-Features wie den Notausweich-Assistenten AES und ein futuristisches KI-Modell, das Auto und Roboter vernetzen soll.
Die Kurve zeigt weiter steil nach oben. Nachdem Xiaomi im September erstmals die 40.000er Hürde nahm und im Oktober mit 48.654 Einheiten einen Rekord aufstellte, pendelt sich das Niveau nun offenbar auf diesem hohen Level ein. Die genauen Zahlen für den November folgen später im Bericht der China Passenger Car Association, aber die Richtung stimmt. Das ursprüngliche Jahresziel von 350.000 Auslieferungen dürfte bereits in dieser Woche fallen. Xiaomi-Chef Lei Jun hat die Latte deshalb höher gelegt und peilt für das Gesamtjahr 2025 nun über 400.000 Fahrzeuge an. Ein wichtiger Treiber für diesen Erfolg der Elektromobilität ist das neue SUV-Modell YU7, das sich als direkter Konkurrent zum Tesla Model Y positioniert und auf der Automesse in Guangzhou in einer speziellen Version in Amethyst Purple für Aufsehen sorgte.
Um diese Mengen an Autos auch an den Mann oder die Frau zu bringen, baut Xiaomi Auto das Vertriebsnetz massiv aus. Allein im November kamen 17 neue Stores dazu. Damit betreibt der Hersteller jetzt 441 Läden in 131 Städten quer durch China. Im Dezember sollen noch einmal 36 weitere Standorte folgen, um die Abdeckung in sieben weiteren Städten zu verdichten. Auch der Service wird hochgefahren: 249 Service-Center in 144 Städten stehen bereit.
Doch Xiaomi wäre nicht Xiaomi, wenn es nur um Blech ginge. Auf Weibo demonstriert das Unternehmen stolz die Fähigkeiten seines neuen AES Systems. Das steht für Automatic Emergency Steering und ist ein Notausweich-Assistent. In Tests des China Automotive Engineering Research Institute musste sich das System gegen extreme Szenarien beweisen. Etwa wenn ein Kind hinter einem verdeckten Hindernis plötzlich auf die Straße läuft, während von hinten und vorne Verkehr droht. Das System unterstützt dabei bis zu zwei aufeinanderfolgende Ausweichmanöver, um eine Kollision zu verhindern. Auch bei einem Motorrad, das knapp vor dem Elektroauto einschert, während vorne ein Unfallwagen steht, reagierte die Software im Test souverän. Medienvertreter lobten zudem die verbesserte Version des HAD Autopiloten, der nun auch in komplexen Verkehrssituationen effizienter agieren soll.
Ein Blick in die Zukunft ist das neue MiMo-Embodied Modell. Xiaomi verknüpft hier die Welten von autonomem Fahren und Robotik. Die Idee dahinter ist clever. Bisher waren das zwei getrennte Disziplinen. Das Auto muss Ampeln erkennen und schnell fahren, der Roboter muss Tassen greifen und langsam agieren. Mit dem neuen Basis-Modell sollen diese Datenströme vereinheitlicht werden, damit beide Systeme voneinander lernen können. Das Projekt ist Open Source und soll die Entwicklung beschleunigen.























