Laut Magna ist der Produktionsstart im dritten Quartal 2025 erfolgt. In der Steiermark rollen nun die ersten Einheiten des XPeng G6 vom Band. XPeng hatte zuvor angekündigt, seine internationale Expansion zu beschleunigen und setzt dabei auf den erfahrenen Auftragsfertiger Magna Steyr. Dieser Standort hat bereits Modelle für andere Hersteller wie Jaguar oder Fisker produziert und kann nun freie Kapazitäten für neue Partner nutzen.
Vorgefertigte Teile aus China
Die South China Morning Post berichtet, dass die Zusammenarbeit mit Magna in Form einer Semi-Knocked-Down-Montage umgesetzt wird. Dabei werden vorgefertigte Teile aus China nach Österreich geliefert und dort zu kompletten Fahrzeugen zusammengebaut. Dieses Verfahren ermöglicht eine Reduzierung von Einfuhrabgaben und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Produktionsprozesse an lokale Anforderungen anzupassen.
Reduzierung der Zölle für XPeng
Für XPeng ist die Europa-Produktion laut South China Morning Post ein strategischer Schritt. Das Unternehmen verkauft seine Modelle inzwischen in zwölf europäischen Ländern. Die Verlagerung eines Teils der Fertigung in die EU hilft, die Auswirkungen der von der Europäischen Kommission verhängten Zölle auf chinesische Elektroautos abzufedern. Diese waren zuvor eingeführt worden, da die EU den chinesischen Herstellern eine wettbewerbsverzerrende Subventionierung vorwarf.
Mittelfristig weitere Modelle in Europa
Mit der Entscheidung für Magna schafft XPeng eine Basis, um mittelfristig weitere Modelle in Europa zu fertigen. In offiziellen Mitteilungen verweist das Unternehmen auf die Bedeutung der Globalisierung und die Kombination von chinesischer Technologie mit europäischer Fertigung. Ob und ggf. welche weiteren Fahrzeuge folgen werden, bleibt vorerst offen.
Magna Werk in Graz stärker auslastet
Magna wiederum profitiert laut South China Morning Post von einem langfristigen Auftraggeber, der das Werk in Graz stärker auslastet. Für XPeng bietet die Kooperation die Chance, seine Marktposition in Europa nachhaltig zu festigen und flexibel auf künftige Regulierungen reagieren zu können.















