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Ubisoft Town Hall verfehlt Wirkung: Interne Mitarbeiterversammlung sorgt für noch mehr Unsicherheit

 Laut Insider Gaming hat die Ubisoft Town Hall ihr erklärtes Ziel verfehlt.
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Laut Insider Gaming hat die Ubisoft Town Hall ihr erklärtes Ziel verfehlt.
Die Ubisoft Town Hall sollte als interne Q&A-Veranstaltung die derzeitige Verunsicherung in der Belegschaft von Ubisoft lindern. Wie Insider Gaming unter Berufung auf interne Quellen berichtet, hat die Geschäftsleitung um CEO Yves Guillemot damit aber eher das Gegenteil erreicht.

Nach Studio-Schließungen, gecancelten Spielen und Streitigkeiten um die Neueinführung der Büropräsenz herrscht Unsicherheit in der Belegschaft von Ubisoft. Die Ubisoft Town Hall war als interne Q&A-Veranstaltung geplant, die offene Fragen beantworten und die Stimmung im Unternehmen wieder verbessern sollte. Wie Insider Gaming berichtet, hatte sie allerdings eher die gegenteilige Wirkung.

Brancheninsider Tom Henderson beruft sich hier laut eigenen Angaben auf mehr als ein Dutzend aktuelle und ehemalige Ubisoft-Mitarbeitende. Diese sprachen anonym über Ablauf, Tonfall und Inhalte der Veranstaltung. Zusätzlich erhielt Insider Gaming Zugriff auf eine vollständige Audioaufnahme der Veranstaltung. Mitarbeiter konnten Fragen einreichen und für diese abstimmen. Auf die Fragen mit den meisten Stimmen sollte die Belegschaft im Rahmen der Town Hall Antworten bekommen. Laut Tom Henderson wurden allerdings viele Fragen nur allgemein oder ausweichend beantwortet.

Eine der größten Sorgen in der Belegschaft ist der geplante Stellenabbau. Laut Gerüchten könnte Ubisoft mehr als 2.000 Entlassungen planen. Hier drückt sich die Geschäftsführung nur vage aus und erklärt, dass die Mitarbeiterzahl bis März 2026 „deutlich niedriger“ ausfallen muss. Für viele Mitarbeitende verstärkte diese Aussage die Angst um die eigene Zukunft.

Entgegenkommen möchte man Mitarbeitern im Hinblick auf die interne Kommunikation. Die Führungsriege räumt ein, dass die Belegschaft wichtige Informationen häufig nur über Medienberichte erfahren habe. Künftig wolle man Pressemitteilungen zeitgleich intern kommunizieren. Für Mitarbeiter scheint das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein. Das erklärte Ziel der Veranstaltung, Vertrauen in die künftige Ausrichtung zu schaffen, wurde laut Insider Gaming verfehlt.

Büropräsenz: Ubisoft bleibt hart

Konkret wurde man beim Thema Büropräsenz. Belastbare Daten, die eine höhere Produktivität belegen, legt das Unternehmen nicht vor. Stattdessen verweist man auf Unternehmen wie Riot oder Rockstar, in denen die Mitarbeiter ebenfalls fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten. Forderungen nach einer Vier-Tage-Präsenz lehnt man strikt ab, Details zu möglichen Ausnahmen sollen erst im Sommer folgen.

Community sieht Zukunft von Ubisoft in Gefahr

Auch auf Reddit sind die Berichte zur Town Hall schon angekommen, wobei sich die absolute Mehrheit frustriert über die Entscheidungen der Geschäftsführung zeigt. Viele Nutzer stellen in Frage, ob es für Ubisoft noch eine Zukunft gibt – und spekulieren über mögliche Verkäufe oder Zerschlagungen des Konzerns. 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Ubisoft Town Hall verfehlt Wirkung: Interne Mitarbeiterversammlung sorgt für noch mehr Unsicherheit
Autor: Marius Müller,  6.02.2026 (Update:  6.02.2026)