Brandgefahr: Volvo-Schock beim EX30, 40.000 Elektro-SUVs sollen nur noch draußen parken

Was sich in einschlägigen Foren und durch erste Warnhinweise internationaler Behörden bereits andeutete, ist nun bittere Gewissheit. Volvo hat ein massives Batterie-Problem beim kompakten Elektro-SUV EX30. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte der Hersteller den offiziellen Rückruf von 40.323 Fahrzeugen weltweit. Betroffen sind die Ausstattungen "Single Motor Extended Range" und "Twin Motor Performance". Die Basisversion mit LFP-Akku bleibt nach aktuellen Informationen von dem Rückruf verschont.
Der Kern des Problems liegt in den Hochvolt-Zellmodulen. Diese können bei einem hohen Ladestand überhitzen, was im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Volvo und nationale Sicherheitsbehörden wie die US-amerikanische NHTSA raten den Besitzern dringend, das Ladelimit im Fahrzeugmenü sofort auf maximal 70 Prozent zu begrenzen. Zudem erging die offizielle und für eine Sicherheitsmarke fatale Anweisung, die Fahrzeuge bis auf Weiteres ausschließlich im Freien und weit entfernt von Gebäuden zu parken.
Der globale Rückruf kommt dabei nicht aus dem Nichts. Eine dokumentierte Historie von Vorfällen offenbart ein tiefgreifendes Qualitätsproblem in der asiatischen Lieferkette. Die fehlerhaften Batterien stammen von einem Joint Venture zwischen Volvos Mutterkonzern Geely und dem chinesischen Batteriehersteller Sunwoda. Bereits im November 2025 brannte ein EX30 bei einem Händler in Brasilien vollständig aus, Anfang Februar 2026 folgte ein weiterer Fahrzeugbrand in China.
Besonders pikant ist die juristische Vorgeschichte: Eine Geely-Tochterfirma hatte Sunwoda Ende 2025 wegen exakt dieser Qualitätsprobleme auf 323 Millionen US-Dollar verklagt. Der brisante Streit wurde erst vor wenigen Wochen außergerichtlich beigelegt. Das Akku-Desaster beschränkt sich zudem nicht nur auf Volvo. Auch die direkte Konzernschwester Zeekr musste kürzlich knapp 38.000 Elektroautos wegen identischer Brandrisiken in die Werkstätten rufen.
Für die Kunden ist die Situation extrem ärgerlich, da sich der Fehler nicht durch ein einfaches Software-Update beheben lässt. Volvo muss die betroffenen Module im Hochvolt-Speicher physisch in der Werkstatt austauschen. Analysten schätzen die Kosten für diese gigantische Hardware-Aktion auf knapp 195 Millionen US-Dollar.
Die zwingende Begrenzung auf 70 Prozent Ladestand reduziert die Alltagsreichweite des EX30 massiv. In Großbritannien zahlt Volvo bereits erste finanzielle Entschädigungen in Höhe von 200 Pfund an genervte Kunden, um mögliche Klagewellen abzuwenden. Für Volvo, das seine Markenidentität seit Jahrzehnten auf dem Fundament der Sicherheit aufbaut, ist dieser tiefgreifende Batterie-Skandal ein massiver Imageschaden.
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