Tesla hat seine Auslieferungszahlen für das vierte Quartal bekanntgegeben, und diese fallen eher schwach aus. Der Elektroautohersteller hatte einen Absatz von 418.227 Fahrzeugen, während Analysten 422.850 vorhergesagt hatten. Schwerer wiegt jedoch, dass Tesla über 16.000 Fahrzeuge mehr produziert als verkauft hat, sodass der Bestand im ersten Quartal 2026 nun mit Preisnachlässen abgebaut werden muss.
Das Verfehlen der Auslieferungsziele ist nicht überraschend, da es sich um das erste Quartal nach dem Auslaufen der staatlichen Förderung in den USA gehandelt hat, der Steuerbonus war für viele Amerikaner wahrscheinlich ein Hauptargument für den Kauf eines Tesla Model Y oder Model 3. Trotz der wenig überzeugenden Auslieferungen im vierten Quartal erklärt Elon Musk dennoch, das Model Y sei weiterhin das weltweit meistverkaufte Auto geblieben.
Im Jahr 2023 war dies noch zweifellos der Fall, als die Verkäufe von Elektroautos und insbesondere die des Tesla Model Y ihren Höhepunkt erreicht hatten. Tesla behauptete dies auch für das Jahr 2024, als das Model Y knapp vor dem Toyota RAV4 lag, auch wenn der Toyota SUV in revidierten Statistiken die Spitzenposition eingenommen hat.
Dass das Model Y auch 2025 das weltweit beliebteste Pkw-Modell war, ist angesichts rückläufiger Auslieferungen, die auch auf Elon Musks politische Aktivitäten und die allgemeine Schwäche des Elektroautomarkts zurückzuführen sind, zumindest fragwürdig. Musks Aussage dürfte auf internen Daten basieren, die bislang nicht öffentlich zugänglich sind. Zu diesem frühen Zeitpunkt ist es noch nicht möglich, sämtliche Produktions- und Auslieferungszahlen aller Hersteller auszuwerten.
Nichtsdestotrotz hat Tesla im vierten Quartal jede Menge Verkaufsanreize für das Model Y geboten, darunter eine 0%-Finanzierung sowie kostenlose Upgrades, und trotzdem wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Vorerst sollte Elon Musks optimistische Einschätzung daher mit einem gesunden Maß an Skepsis betrachtet werden, zumindest bis die vollständigen Absatzzahlen aus vertrauenswürdigen Quellen vorliegen.








