Lange Gaming-Sessions werden häufig mit koffeinhaltigen Energydrinks genossen, die entsprechenden Getränkemarken sind im E-Sport stark vertreten und haben den großen Umsatzpotenzial erkannt. Ein Modder hat sein jüngstes Projekt etwas anders angegangen und einen Mini-PC fürs Retro-Gaming im Red-Bull-Design gebaut. Der Bastler namens Titan3DAZ schöpft dabei aus dem Vollen.
Auch wenn das Konzept auf den ersten Blick etwas unrealistisch aussieht, handelt es sich um ein vollständig funktionsfähiges Retro-Gaming-System. Im Inneren der Red Bull Dose werkelt ein Raspberry Pi 5, anstelle von Zutaten sind außen die Spezifikationen des Mini-PCs aufgelistet.
Dieses interessante Desktop-Gerät wurde offenbar als Weihnachtsgeschenk für seinen Vater entworfen, der Retro-Games besonders zu schätzen weiß. Entsprechend wurde besonderer Wert auf die Auswahl entsprechender Spiele gelegt, deren ROMs auf der Rückseite des Red-Bull-Mini-PCs aufgeführt sind. Dort steht:
Enthalten sind unter anderem: Doom 1, Doom 2, Doom 3, Donkey Kong, Pac-Man, Ms. Pac-Man, Space Invaders, Galaga, Snake, Asteroids, Pong, Mortal Kombat, Defender, Centipede, Street Fighter, Frogger, Q*BERT, Robotron: 2084.
Die äußere Hülle besteht lediglich aus einem Zylinder mit Rahmen aus dem 3D-Drucker, in dem alle Komponenten aufbewahrt werden. Titan3DAZ hat dieses Modell mit FreeCAD entworfen und das gesamte Design von Grund auf konstruiert. Für eine präzise Umsetzung der Red-Bull-Beschriftung kam ein spezieller UV-Drucker mit Rotationsaufsatz zum Einsatz, um die zylindrische Oberfläche zu bedrucken.
Der Mini-PC selbst basiert auf dem Raspberry Pi 5 Single-Board-Computer, der mit einer 512GB-SSD und 16GB LPDDR4X-RAM bestückt ist. Als Betriebssystem wurde Recalbox installiert, wobei es sich um eine beliebte Software zum Emulieren von Retro-Games handelt.
In seinem YouTube-Video präsentiert er den Red-Bull-Mini-PC und zieht den Computer aus der zylindrischen Dose heraus. Alle Komponenten sind passgenau in einem System mit einem Volumen von rund 1,83 Litern untergebracht. An der Unterseite befinden sich ein HDMI- und ein USB-C-Anschluss, an der Oberseite ist ein USB-A-Port platziert.
Dank der positiven Reaktionen zu seinem Projekt hat TITAN3DAZ die CAD-Dateien und 3D-Modelle kostenlos auf Printables zur Verfügung gestellt, womit der Mini-PC also mit weniger Aufwand nachgebaut werden kann.
3D-Drucker sind heutzutage relativ erschwinglich geworden. In Kombination mit einem ebenfalls nicht allzu teuren Raspberry Pi 5 gibt es also keine allzu großen Einschränkungen oder Voraussetzungen für den Bau eines ähnlichen Kompaktrechners fürs Retro-Gaming.
Der Raspberry Pi 5 ist ab 57 Euro im Preisvergleich zu finden.












