DS N°7: Elektro-Edel-SUV geht mit bis zu 740 km Reichweite auf Kundenfang

Der Pariser Autobauer DS Automobiles erneuert sein wichtigstes Zugpferd. Nachdem der Vorgänger in Deutschland zuletzt zwei Drittel aller Verkäufe der Marke ausmachte, soll der neue DS N°7 nun im C-SUV-Segment die etablierte Premium-Konkurrenz angreifen. Technisches Rückgrat des Neuzugangs ist die STLA-Medium-Architektur aus dem Stellantis-Konzernregal. Bei der Breite von 1,90 Metern und der Bauhöhe von 1,63 Metern haben die Ingenieure das Maßband im Vergleich zum Vorgänger schlicht eingefroren. Dafür gibt es einen Nachschlag bei der Karosserie. Sieben zusätzliche Zentimeter strecken das Blechkleid auf eine Gesamtlänge von 4,66 Metern. Weil gleichzeitig die Achsen um fünf Zentimeter weiter auseinander wandern, resultiert daraus ein Radstand von 2,79 Metern. Das verspricht den Passagieren einen spürbaren Zuwachs an Beinfreiheit. Das Kofferraumvolumen schluckt klassenübliche 500 bis 560 Liter.
Die echte Kampfansage an die Konkurrenz verbirgt sich beim DS N°7 jedoch im Unterboden. In der E-Tense FWD Long Range Version kombiniert der Hersteller einen 180-kW-Frontmotor mit einem massiven 97,2-kWh-Akku. Gepaart mit einem extrem windschlüpfigen cw-Wert von 0,26 quetscht das System eine WLTP-Reichweite von bis zu 740 Kilometern aus den Zellen. Selbst bei konstanten 120 km/h auf der Autobahn sollen noch über 450 Kilometer möglich sein. Die Allrad-Topversion liefert 257 kW und sprintet in 5,4 Sekunden auf Tempo 100, während die Einstiegsvariante mit 73,7-kWh-Akku immerhin noch 543 Kilometer weit stromert.
Der eigentliche Clou des DS N°7 ist jedoch das Lademanagement. Anstatt mit reinen Peak-Werten für das Datenblatt zu blenden, haben die Ingenieure eine extrem flache Ladekurve programmiert. Die maximale Ladeleistung von 160 kW wird zwischen 20 und 55 Prozent Ladezustand nahezu konstant gehalten. Das bedeutet in der Praxis: Der Akku saugt in nur zehn Minuten frischen Strom für 200 Kilometer Reichweite. Für Langstreckenfahrer, die sich noch nicht an den Stecker trauen, schieben die Franzosen zudem einen Mild-Hybrid mit 107 kW nach. Bei einem Verbrauch von 5,4 Litern und einem 55-Liter-Tank knackt der Verbrenner locker die 1.000-Kilometer-Marke ohne Tankstopp.
Wer sich bei der Bewertung des neuen DS N°7 jedoch nur von den glänzenden PR-Fakten blenden lässt, übersieht die konzeptionellen Kompromisse der Plattform. Ein genauer Blick auf die Innenraum-Architektur offenbart auch einige Kompromisse. So zwingt das massive Batteriepaket im Unterboden den Fußraum im Fond spürbar nach oben. Für großgewachsene Passagiere könnte dies angewinkelte Kniewinkel auf langen Strecken bedeuten und den Komfort schmälern.
Beim Thema Luxus und Assistenzsysteme zieht Stellantis hingegen alle Register. Ein kamerabasiertes Fahrwerk scannt die Straße auf Unebenheiten und steuert jeden Dämpfer individuell an. Im Innenraum locken klimatisierte Massagesitze mit integriertem Nackenwärmer, Nappaleder aus Bayern und ein Infotainment-System mit 16-Zoll-Screen inklusive ChatGPT-Integration. Ein Nachtsichtsystem erkennt Fußgänger auf 300 Meter, während die Pixel-Scheinwerfer die Fahrbahn bis zu 520 Meter weit ausleuchten. Produziert wird das Premium-SUV als echter Europäer: Die Endmontage des DS N°7 findet im italienischen Werk Melfi statt, während die Akkus aus einer Gigafactory in Nordfrankreich stammen.
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