Der DS N°4 steht als stilvolle, in Paris entworfene Alternative zum Opel Astra bereit, der ebenfalls in Rüsselsheim gebaut wird. Mit 4,40 Metern Länge zielt das Modell auf die sportliche Lücke im Kompaktsegment. Das Design, entworfen im DS Design Studio Paris, glänzt mit der einzigartigen Lichtsignatur und dem beleuchteten Markenlogo, das Anleihen an der Studie DS E-Tense Performance nimmt.
Freie Antriebswahl: Elektrisch, PHEV und Hybrid
Zur Wahl stehen Hybrid, Plug-in-Hybrid und die DS N°4 E-Tense-Variante. Der E-Tense liefert 156 kW (213 PS) und legt mit seiner 58,3 kWh-Batterie bis zu 450 Kilometer (WLTP) zurück. Die Ladeleistung von bis zu 120 kW DC ist nicht gerade berauschend und dürfte angesichts des selbstbewussten Preises für den N°4 so manchen DS-Fan enttäuschen.
Bei den ersten Testfahrten verschiedener Automagazine sorgt der N°4 mit E-Antrieb teilweise für große Augen: Während DS Automobiles "offiziell" 15,0 kWh/100 km für den Kompakt-Stromer angibt, meldete der Bordcomputer des Franzosen auf Testfahrten teils bis zu satten 21 kWh/100 km, was dementsprechend die reale Reichweite des No. 4 drastisch reduziert.
Die Höchstgeschwindigkeit ist bei vielen Stromern derzeit auf maximal 160 km/h begrenzt; der DS N°4 macht da keine Ausnahme. Der DS No. 4 Plug-in-Hybrid leistet 165 kW (225 PS) Systemleistung und bietet bis zu 81 Kilometer elektrische Reichweite (WLTP). Von 0 auf 100 km/h sprintet der Franzosen-Stromer in 7,4 Sekunden.
Interieur: Luxus mit Kompromissen
Im Interieur setzt DS Automobiles auf hochwertige Materialien, von Stoffen bis optionalem Nappaleder im Uhrenarmband-Look. Edle Akzente wie das Guilloche-Muster "Clous de Paris" unterstreichen den Anspruch. Mit 2,67 Metern Radstand herrscht, laut ersten Tests, im No4 vorne ein angenehmes Raumverhältnis. In der zweiten Sitzreihe wird der Platz bei der Kopf- und Kniefreiheit als eher begrenzt beschrieben. Der vollelektrische E-Tense muss im Kofferraum einen Kompromiss eingehen: Er fasst nur 360 Liter (Hybrid: 430 Liter).
Das Fahrwerk ist den ersten Testberichten zufolge eine Mischung aus Dynamik und Komfort. Die Kehrseite: Defizite der Straßeninfrastruktur werden im Innenraum offenbar deutlicher weitergereicht, als man es von einem Kompakten mit "Premium"-Anspruch erwartet. Hinzu kommt Kritik an der Bedienung: die Lenkung wird als etwas gefühllos empfunden, und einer leichten Trägheit des E-Tense beim Anfahren.
Preislich startet der neue DS N°4 als Plug-in-Hybrid oder als reiner E-Tense in der Basisversion Pallas bei jeweils 45.900 Euro. Wer den DS N°4 Hybrid Pallas wählt, ist ab 38.640 Euro dabei. Der Knackpunkt dabei: Der N°4 ist damit signifikant teurer als sein Vorgänger, den es zuletzt noch für 29.000 Euro gab. Ein selbstbewusster Aufschlag für das Kompaktsegment.















