Mond-Entstehung: Webb misst erstmals Physik und Chemie einer potenziell mondbildenden Zone

Seit Langem versuchen Wissenschaftler, die Entstehung von Planeten und Monden in unserem Sonnensystem zu verstehen. Dieser Prozess fand vor über vier Milliarden Jahren statt und seitdem haben sich viele Strukturen weiterentwickelt. Angesichts dieser Herausforderungen haben sich die Forscher Exoplaneten in ihren Entstehungsjahren zugewandt.
Das Verständnis ihrer Entstehung könnte Aufschluss über die Ursprünge unseres eigenen Sonnensystems geben. Eine neue Studie des Webb-Teleskops lieferte nun eine direkte Messung der physikalischen und chemischen Eigenschaften der zirkumplanetaren Scheibe um CT Cha b, einen 625 Lichtjahre von der Erde entfernten Exoplaneten. Der Planet umkreist einen jungen Stern, der erst zwei Millionen Jahre alt ist. Der Stern sammelt immer noch zirkumstellares Material an.
Obwohl das James Webb Weltraumteleskop keine Monde in der beobachteten zirkumplanetaren Scheibe nachwies, stellte es fest, dass die Scheibe reichhaltig genug ist, um in der Zukunft Monde zu bilden. Die Daten von Webb deuten darauf hin, dass die Scheibe sieben kohlenstoffhaltige Moleküle enthält: Diacetylen, Cyanwasserstoff, Propin, Acetylen, Ethan, Kohlendioxid und Benzol.
Für diese Studie beobachtete Webb den Exoplaneten CT Cha b mithilfe des Spektrographen mit mittlerer Auflösung seines MIRI-Instruments (Mid-Infrared Instrument). Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. Das Forschungsteam plant, Webb zu nutzen, um im Jahr 2026 eine umfassende Untersuchung ähnlicher Objekte durchzuführen.












