Schluss mit Touch-Frust: VW-Chef will wieder echte Tasten im Auto

Volkswagen will sich bei der Bedienung seiner Autos offenbar wieder stärker auf klassische Lösungen besinnen. Wie TopGear nach einem Gespräch mit Markenchef Thomas Schäfer bei einem VW-Event in Hamburg berichtet, sollen echte Knöpfe und klassische Türgriffe künftig wieder eine größere Rolle spielen. Schäfer sagt: „Richtige Türgriffe und Knöpfe sind für mich ein Muss“.
Damit reagiert VW auf viel Kritik an den stark touch-lastigen Innenräumen der vergangenen Jahre, etwa bei ID.-Modellen und dem Golf 8. Touch-Slider wirken zwar modern, werden von vielen Nutzern im Alltag aber als wenig intuitiv empfunden. Das gilt auch für die bündig integrierten, elektrisch entriegelten Türgriffe mancher ID.-Modelle.
Laut Schäfer wolle VW wieder stärker vom Menschen und seiner tatsächlichen Nutzung im Alltag aus denken, anstatt Bedienkonzepte vor allem nach Designtrends zu entwickeln. Bei der spanischen Performance-Marke Cupra, die ebenfalls zum VW-Konzern gehört, sind erste Anzeichen dieser Strategie bereits sichtbar – etwa bei den vollelektrischen Modellen Cupra Born und Tavascan, die wieder mehr auf physische Tasten setzen sollen.
TopGear nennt als Beispiel den Innenraum des neuen VW ID. Polo, bei dem große Displays zwar bleiben, aber wieder mit physischen Tasten kombiniert werden sollen. Genannt werden unter anderem echte Lenkradtasten, Heizungs-Schalter, ein Lautstärkedrehregler und vier separate Fensterheberschalter. Unter dem Strich: weniger Touch um des Touch willen, mehr verständliche und haptische Bedienung.
Auch in der Community wird der Kurswechsel überwiegend positiv aufgenommen. In einem Reddit-Thread über das Thema äußern Nutzer ihren Frust über die alte VW-Strategie. Viele Redditoren wünschen sich ein ausgewogenes Mittelmaß aus Bildschirmen, Touch-Bedienung sowie echten Tasten und begrüßen den anstehenden Kurswechsel.








