DJI Osmo Pocket 4 vs Osmo Pocket 3: Alle Unterschiede, von 240 FPS und 37MP-Sensor bis ActiveTrack 7.0

DJI hat die Osmo Pocket 4 offiziell vorgestellt, und sie ist überraschenderweise weit mehr als nur ein kleines Update. Während die Osmo Pocket 3 bereits ein großer Schritt gegenüber der Pocket 2 gewesen ist, richtet sich die Pocket 4 stärker an ambitionierte Filmer und bringt einen komplett neuen, gestapelten 1-Zoll-Sensor mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang sowie einen markanten Sprung auf 4K mit 240 FPS für Zeitlupenaufnahmen mit.
Es geht dabei allerdings nicht nur um neue Funktionen. DJI hat auch das Software-Erlebnis überarbeitet, HLG gestrichen und den Fokus vollständig auf ein robusteres, tatsächlich flaches 10-Bit-D-Log-Profil gelegt, vergleichbar mit LOG auf dem iPhone 17 Pro. Dazu kommt ein schneller interner Speicher, ein Novum für die Pocket-Reihe.
Osmo Pocket 4 vs Osmo Pocket 3: Alle technischen Spezifikationen im Vergleich
| Feature | DJI Osmo Pocket 4 | DJI Osmo Pocket 3 |
|---|---|---|
| Sensor, Blende, Dynamikumfang | 1-Zoll-CMOS-Sensor, 37MP, 20 mm, f/2,0, 14 Blendenstufen Dynamikumfang | 1-Zoll-CMOS-Sensor, 9,4MP, 20 mm, f/2,0, 12 Blendenstufen Dynamikumfang |
| Slow-Motion-Video | 4K/240 FPS | 4K/120 FPS |
| Max ISO | Foto: 12.800 Video: 26.600 Low-Light: 12.800 Slow-Motion: 12.800 | Foto: 6.400 Video: 16.000 Low-Light: 6.400 Slow-Motion: 6.400 |
| LOG Video Farbprofil | 10-Bit-D-Log, 14 Blendenstufen Dynamikumfang | 10-Bit-D-Log M, HLG, 12 Blendenstufen Dynamikumfang |
| Video-Codecs | MP4 (H.265) in 10-Bit | MP4 (H.265) in 10-Bit MP4 (H.264) in 8-Bit |
| Speicher | Intern (107GB), microSD bis zu 1TB, schneller | kein interner Speicher, microSD bis 1TB |
| Buttons | Aufnahmetaste, Zoomtaste, benutzerdefinierte Taste | Aufnahmetaste |
| Joystick | Verbesserter analoger Joystick | Multifunktionsjoystick |
| Aufhelllicht-Support | Magnetisches Aufhelllicht (wird oben am Gimbal befestigt) | Kein Support, Drittanbieter-Zubehör nötig |
| Schutzcase | Schutzabdeckung für den Gimbal, Stoff-Case | - |
| Gewicht und Abmessungen | 198 Gramm, 144,7 x 42,2 x 33,5 mm (etwas größer) | 179 Gramm, 139,7 x 42,2 x 33,5mm (kleiner) |
| Akkulaufzeit und Ladeleistung | 1.545 mAh 240 min (1080p/24 FPS) 80% Ladung in 18 min 100% Ladung in 32 min | 1.545 mAh 166 min (1080p/24 FPS) 80% Ladung in 16 min 100% Ladung in 32 min |
| Tracking-System | ActiveTrack 7.0 | ActiveTrack 6.0 |
| Konnektivität | WiFi 6, USB 3.1 | WiFi 5, USB 2.0 |
| Creator Combo Lieferumfang | DJI Mic 3, magnetisches Mini-Aufhelllicht, Gimbal-Klemme, Akkugriff, Mini-Stativ, 1/4-Zoll-Gewindeadapter, Weitwinkelobjektiv-Adapter, weicher Transportbeutel, Tragetasche, PD-Ladekabel | DJI Mic 2, Akkugriff, Mini-Stativ, Griff mit 1/4"-Gewinde, Weitwinkelobjektiv-Adapter, starres Schutzcase, Tragetasche, PD-Ladekabel |
Osmo Pocket 4 bietet bessere Hardware und ist praktischer
Die wichtigste praktische Änderung der Pocket 4 ist der Schritt hin zu einem eigenständig nutzbaren professionellen Workflow. Die integrierten 107GB Speicher sind für Creator ein entscheidender Fortschritt, wenn die SD-Karte vergessen wurde oder während der Aufnahme der Platz knapp wird.
Osmo Pocket 4 bietet echtes "D-Log" Farbprofil und nutzt H.265-Codec
DJI hat einen klaren Schnitt gemacht und HLG sowie D-Log M zugunsten eines echten 10-Bit-D-Log-Profils gestrichen. Während D-Log M ein "gammaunterstütztes" Profil für eine einfachere Farbkorrektur gewesen ist, liefert das neue D-Log ein tatsächlich flaches Bild, ähnlich wie die LOG-Aufnahme eines iPhone 17 Pro. Zusammen mit dem Dynamikumfang von 14 Blendenstufen lässt sich damit bei Videoaufnahmen und in der Farbkorrektur deutlich mehr Detail aus Schatten und Lichtern herausholen, ohne den "dünnen" Look des eher halbherzigen D-Log-M-Profils der Pocket 3.
Außerdem scheint DJI die Codec-Situation bei der Pocket 4 vereinfacht zu haben und verzichtet vollständig auf den in die Jahre gekommenen H.264-Codec. Laut DJI zeichnet die Pocket 4 ausschließlich in MP4 mit HEVC/H.265 auf, was den Trend der Branche zu effizienterer Kompression mit hohen Bitraten widerspiegelt, die auch die nun maximalen 180 Mbit/s bewältigt. Jetzt wäre es an der Zeit, dass Sony endlich 1080p mit HEVC/H.265 liefert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Osmo Pocket 4 kann 77 Minuten länger aufnehmen als Osmo Pocket 3
Die zusätzliche Ausstattung mit eigenen Tasten für Zoom und benutzerdefinierte Funktionen ist bei der Pocket 4 eine praktischere Änderung, die den größten ergonomischen Kritikpunkt der Pocket 3 aufgreift, weil sich damit taktile Eingaben vornehmen lassen, ohne umständlich auf dem Touchscreen hantieren zu müssen.
Auch die Akkulaufzeit ist deutlich auf 240 Minuten gestiegen, und obwohl die Ladezeit von 0 auf 80 Prozent weitgehend ähnlich geblieben ist, sind sowohl die Akkukapazität als auch die Aufnahmeeffizienz verbessert worden, wodurch jetzt längere professionelle Aufnahmen möglich sind.
In Kombination mit ActiveTrack 7.0, das nun Tracking mit 2-fachem und 4-fachem Zoom sowie eine verbesserte Motiverkennung, darunter Haustiere und Fahrzeuge, unterstützt, wird die Pocket 4 zu einer deutlich leistungsfähigeren Kamera für Aufnahmen im Alleingang als ihr Vorgänger.
Insgesamt sind die Verbesserungen der Pocket 4 zwar nicht in jeder Hinsicht bahnbrechend, in der Summe sorgen sie aber dafür, dass das Filmen spürbar weniger stressig wird, und das ist für alle, die schon einmal mehr als nur ein kurzes TikTok aufgenommen haben, wichtiger als ein Plus bei der Bildqualität.










