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In der mitgelieferten magnetischen Hülle kann das Plaud Note Pro am iPhone angeheftet werden.
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Das KI-Diktiergerät Plaud Note Pro im Praxistest

KI-Assistent mit vielen Funktionen!

Das Plaud Note Pro ist der große Bruder des Plaud Note und kommt mit einigen Verbesserungen. Ob sich der Aufpreis zum Plaud Note lohnt und was die Pro-Version besser macht, haben wir in verschiedenen Anwendungsbeispielen getestet.
Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸

Testfazit zum Plaud Note Pro KI-Gadget

Das Plaud Note Pro ist ein kompaktes Gadget, welches das Mitschneiden von Gesprächen und die Auswertung dieser vereinfacht. Die Nutzung ist sehr einfach mit nur einem Knopf zu erledigen, das Gerät bietet eine hervorragende Rauschunterdrückung, kann auch in mehreren Metern Entfernung noch Gespräche mitschneiden und das ebenfalls bei Telefonaten. Im Gegensatz zu anderen KI-Lösungen per Smartphone, bietet das kleine Gerät eine kompakte Größe, ist schnell verwendbar (sowohl am Gerät als auch in der App) und nutzt mehrere KI-Agenten, genauer gesagt GPT-5, GPT-5.2, Gemini 2.5 Pro, Gemini 3.1 Pro, Claude Sonnet 4.5 und Claude Sonnet 4.6. Diese können automatisch von der App oder manuell ausgewählt werden.

Pro

+ Kleines, kompaktes Gerät
+ Ein-Tasten-Bedienung
+ Gute Geräuschunterdrückung
+ Guter Datenschutz (DSGVO-Konformität, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)
+ Kompatibel mit AppleMagSafe

Contra

- Magnetladekabel hielt bei unserem Gerät teilweise nicht fest und lockerte sich
- Aufpreis für mehr Nutzungsstunden per Bezahl-Abo
- Lieferung liegt nur USB-C-Kabel ohne weitere Adapter bei

Das kostet das Plaud Note Pro

Die KI-Rekorder von Plaud haben neben dem hauseigenen Online-Store den Zugang zu großen Plattformen wie Amazon, Galaxus und Media Markt sowie Saturn geschafft und können online sowie im stationären Handel erworben werden. In allen Online-Shops und im Einzelhandel kostet die Pro-Variante aktuell 189 Euro.

Der KI-Rekorder ist eine gute Lösung für alle, die beruflich eine Menge an Informationen aus Meetings, Kundengesprächen, Bewerbungsgesprächen oder Interviews festhalten möchten. Zudem könnte es ebenfalls für Studenten in Vorlesungen oder Patienten bei Besprechungen mit Ärzten interessant sein, um nichts Wichtiges zu verpassen. Die Konzentration auf das Gespräch oder Meeting ist höher als beim gleichzeitigen Mitschreiben und die Nachbereitung geht mit der KI-Hilfe deutlich schneller. Wichtig zu wissen: Auch wenn Plaud Note Pro DSGVO-konform ist und viele Sicherheits- und Datenschutzstandards unterstützt, muss vor dem Aufzeichnen von Gesprächen immer von jedem Anwesenden die Zustimmung eingeholt werden, um keinen Straftatbestand zu erfüllen (gemäß StGB § 201). Auch sonst müssen Nutzer sämtliche rechtliche Konsequenzen selbstständig abwägen, da diese je nach Job und Einsatzgebiet variieren dürften.

Die Spezifikationen des Plaud Note Pro

Interne Speicherkapazität: 64 GB
Mikrofone: 4 MEMS zur Aufnahme von Schallwellen, 1 VPU zur Körperschallaufnahme
Batteriekapazität: 500 mAh (bis zu 45 Stunden Aufnahmezeit/107 Tage Stand-by)
Maximale Sprech-Distanz: ca. 5 m
Bildschirm: 128 × 80 Pixel, AMOLED, Größe 0,95 Zoll (ca. 2,41 cm), 600 nits Helligkeit
Verbindung: Bluetooth Low Energy 5.4, WLAN
Gewicht: ca. 30 Gramm
Größe: 5,41 × 0,29 × 8,56 cm (B × T × H)

Das wird beim Plaud Note Pro mitgeliefert und so klappt die Einrichtung

Die kompakte Verpackung bietet alles, was man benötigt: das Plaud Note Pro, eine magnetische Hülle aus Kunstleder, die das Gadget fest umschließt, ein magnetisches USB-C-Ladekabel zum Anschluss an das Smartphone, eine deutschsprachige Kurzanleitung und einen selbstklebenden Magnetring. Bei Nutzung der Tasche sind der magnetische Ladeanschluss, der kleine Bildschirm und die Bedientaste weiterhin erreichbar. Möchte man das Plaud Note Pro mal eben kurz an einem Computer aufladen, um den Smartphone-Akku zu schonen, muss man sich nach einem Adapter umsehen.

Zur Nutzung benötigt man noch die Plaud-App aus dem Apple App Store oder Google Play Store, die eine Registrierung benötigt. Man beantwortet ein paar Fragen zur Nutzung, indem man seinen Job und seine Berufsbezeichnung sowie die vermutete Art der Nutzung hinterlegt und bei Bedarf das Abo wählt, falls die 300 Stunden Transkriptionsvolumen pro Monat zu knapp bemessen sind. In der App lässt sich zudem die eigene Stimme hinterlegen, die dann in Gesprächen wiedererkannt und in Transkriptionen mit dem eigenen Namen versehen wird. Eine Anbindung an einen Cloudservice kann ebenfalls eingerichtet werden, um Daten nicht zu verlieren (etwa durch Löschen der App). Alle Zusammenfassungen, Transkriptionen etc. können bei Bedarf manuell geändert oder ergänzt werden. Wer öfter unter gleichem Szenario arbeitet, kann mit der praktischen Auto-Flow-Funktion eine Automatisierung einrichten, die etwa bei Nennung des Wortes "Meeting" innerhalb der ersten Minute eine vorausgewählte Vorlage für die Zusammenfassung nutzt.

Die kompakte Verpackung bietet ein Ladekabel, eine Kurzanleitung, eine magnetische Hülle, einen magnetischen Ring und das Gerät.
ⓘ Marc Zander
Die kompakte Verpackung bietet ein Ladekabel, eine Kurzanleitung, eine magnetische Hülle, einen magnetischen Ring und das Gerät.

Verschiedene Tests mit Plaud Note Pro

Zunächst habe ich ein auf Englisch geführtes Gespräch von fünf Personen mitgeschnitten. Dieses ließ ich per KI transkribieren, auf Deutsch übersetzen und zusammenfassen. Die Transkription bot nicht nur Wort-für-Wort-Absätze, sondern eine Unterteilung in minutengenaue Abschnitte, die von der KI sinnvoll betitelt wurden, falls man später schnell mal an einer bestimmten Stelle ins Gespräch hineinhören möchte. Die Erkennung der fünf Sprecher war sehr gelungen, es gab fast keine falsche Zuordnung. Auch die Zusammenfassung brachte das Gespräch auf den Punkt. Eine sehr schöne Funktion des Plaud Note Pro ist die Möglichkeit, während der Aufnahme jederzeit auf den Button tippen zu können, um der App zu signalisieren, dass diese Stelle wichtig ist. Diese wird dann in der Auswertung hervorgehoben.

In einem nächsten Test führte ich ein Gespräch mit zwei weiteren Beteiligten über einen Kriminalfall. Die Auswertung und Transkription war sehr gut, es gab zwar mehr falsche Zuordnungen von Sätzen und Sprechern, was vermutlich daran lag, dass zwei Stimmen relativ gleich klangen und das Gespräch nicht immer Pausen bot. Die Zusammenfassung der KI war passend zum Thema aufbereitet und hob die wichtigen Punkte hervor, die Sprache war jedoch etwas hochgestochen, da die KI scheinbar ein Gespräch unter Anwälten und Richtern vermutete, was jedoch irgendwie passte.

Ein weiterer Test lief über das Telefon. Hier wurden beide Teilnehmer besser unterschieden, vermutlich aufgrund der Vibration innerhalb des Telefons und des Aufzeichnens meiner Sprache über die Mikrofone. Da ich hier am Ende bewusst aufgeregter und mit anstößigen Ausdrücken arbeitete, wurde dies von der KI als unfreundliches Kundenverhältnis erkannt, sodass ich aus der Zusammenfassung ebenfalls den Gemütszustand ablesen konnte.

Die Aufnahmequalität war bei allen Tests sehr gut, auch die Transkription, Zusammenfassung und Übersetzung waren von hoher Qualität. Hier sollten also auch in anderen Berufszweigen Meetings, Kundengespräche und andere Arten der Kommunikation gut festgehalten und zusammengefasst werden, zumal insgesamt mehr als 10.000 Zusammenfassungsunterlagen zur Verfügung stehen, um die Bearbeitung durch die KI je nach Beruf zu spezialisieren. Einzig die Abopläne trüben den guten Eindruck. Ohne zusätzliche Kosten kann man nur fünf Stunden pro Monat die KI-Funktionen zur Transkription etc. nutzen. Die sind vor allem im Beruf schnell erreicht. Abhilfe schaffen hier nur der Pro-Plan mit 20 Stunden pro Monat für 110,40 Euro pro Jahr oder der Unlimited-Plan für 224,99 Euro, der die Zeitbegrenzung komplett abschafft. Alle anderen Dinge sind laut Hersteller bei allen Abostufen identisch. 

Plaud Note Pro ist in Sachen Datenschutz gut aufgestellt.
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Plaud Note Pro ist in Sachen Datenschutz gut aufgestellt.
Die App erinnert daran, dass man sich immer die Zustimmung der beteiligten Personen vor einer Aufzeichnung einholen muss.
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Die App erinnert daran, dass man sich immer die Zustimmung der beteiligten Personen vor einer Aufzeichnung einholen muss.
Drückt man während der Aufnahme einmal den Button, wird ein Aufnahme-Highlight eingerichtet.
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Drückt man während der Aufnahme einmal den Button, wird ein Aufnahme-Highlight eingerichtet.
Direkt zu Beginn wird einem das Abo angeboten.
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Direkt zu Beginn wird einem das Abo angeboten.
Die Abopläne unterscheiden sich nur noch in der Anzahl der Freiminuten für die Transkription.
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Die Abopläne unterscheiden sich nur noch in der Anzahl der Freiminuten für die Transkription.

Das Plaud Note Pro im Vergleich zum Plaud Note

Die beiden Geräte von Plaud unterscheiden sich zunächst in der Bedienung: Während die Pro-Variante eine One-Button-Bedienung bietet, bei der durch kurzen Druck während der Aufnahme auch wichtige Momente gekennzeichnet werden können, verfügt das Plaud Note über einen haptischen Schalter, mit dem man zwischen Aufnahme und Telefonmitschnitten wechseln kann. Ein Bildschirm, wie ihn Plaud Note Pro bietet, ist beim Plaud Note nicht vorhanden, Dinge wie der Batteriestand müssen entsprechend in der App geprüft werden. Auch bei den Mikrofonen bietet die kleinere Version mit zwei nur die Hälfte, und unterdrückt Hintergrundgeräusche nicht so gut. Die empfohlene Aufnahmedistanz verringert sich ebenfalls durch die beschränkte Anzahl an Mikrofonen auf rund die Hälfte. Der Akku des Plaud Note bietet 20 Prozent weniger Kapazität, was die Aufnahmezeit pro Batterieladung im Energiesparmodus um ein paar Stunden minimiert. Insgesamt wirkt die Pro-Variante zudem etwas wertiger, was vermutlich an einem höheren Aluminiumanteil liegt. Beide Geräte bieten 64 GB Speicher für Aufnahmen.

Unterschiede gibt es im Preis: Während die Pro-Variante aktuell bei stabilen 189 Euro bleibt, ist das Plaud Note von Haus aus etwas günstiger (169,90 Euro UVP), jedoch bereits immer mal mit Rabatt zu bekommen (etwa gerade für 143,90 Euro im Plaud-Online-Shop). Gewaltige Unterschiede sind in der Praxis nicht spürbar, das Plaud Note Pro bietet etwas mehr in einigen Bereichen, was den Aufpreis durchaus rechtfertigt. Im Angebot ist das Plaud Note jedoch weiterhin empfehlenswert. Unser kompletter Test des Plaud Note ist hier nachzulesen.

Das Plaud Note Pro im Vergleich zum Comulytic Note Pro

Die Unterschiede beider Geräte sind relativ marginal: Name und Größe sind beinahe identisch. Das Plaud Note Pro konnte in den Tests die verschiedenen Sprecher besser unterscheiden und punktet bei Sicherheit und Datenschutz, da hier alle geltenden Standards eingehalten werden. Die Aufnahmen sind qualitativ auf beiden Geräten auch bei größerem Abstand zum Aufnahmepartner gut zu verstehen, das Gerät von Comulytic verfügt jedoch über zwei Mikrofone weniger. Bei Aufnahmen an lauteren und belebteren Orten ist die Aufnahmequalität des Plaud KI-Rekorders dementsprechend besser. Sowohl Transkription als auch Übersetzung oder Zusammenfassungen durch die KI sind bei beiden KI-Assistenten von guter Qualität.

Ein kleiner Unterschied besteht beim Preis: Statt 189 Euro für das Plaud Note Pro zahlt man beim Comulytic Note Pro aktuell lediglich rund 120 Euro (inklusive Versandkosten nach Deutschland, bei Kauf auf Amazon.com). Ebenfalls ein Pluspunkt für das Comulytic Note Pro ist die uneingeschränkte Nutzung von Aufzeichnungen, Transkriptionen und Standard-Zusammenfassungen (dafür sind berufsspezifische KI-Zusammenfassungen begrenzt), während das Plaud Note Pro monatlich nur 300 Aufnahmeminuten kostenlos erlaubt. Beim mitgelieferten USB-Kabel hat Comulytic ebenfalls leicht die Nase vorn, da dieses das Aufladen des Geräts wahlweise über USB-A und USB-C erlaubt, während Plaud Note Pro nur USB-C bietet und keinen Adapter beinhaltet. Unser kompletter Test des Comulytic Note Pro ist hier nachzulesen.

Das Comulytic Note Pro ist runder, jedoch relativ identisch zum Plaud Note Pro.
ⓘ Marc Zander
Das Comulytic Note Pro ist runder, jedoch relativ identisch zum Plaud Note Pro.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marc Zander, 19.03.2026 (Update: 19.03.2026)