
Test des Comulytic Note Pro: Ein KI-Diktiergerät mit vielen Zusatzfunktionen
KI-Power in der Größe einer Kreditkarte!
Um sich wieder mehr auf Meetings konzentrieren zu können, ohne mitschreiben zu müssen, oder beim Arzt kein Detail der Untersuchungsergebnisse zu verpassen bzw. diese später aufbereitet zur Hand zu nehmen, kann ein KI-Rekorder hilfreich sein. Vor allem, wenn er kompakt und leistungsstark ist wie der Comulytic Note Pro.Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
Dieses KI-Notizgerät vereinfacht nicht nur das Businessleben
Wer öfter an Meetings teilnimmt oder Videocalls mitmacht, kennt das: Man notiert sich nebenbei Dinge, um sie nicht zu vergessen oder später weiterzubearbeiten. Da ist neben dem Dialog oftmals Multitasking gefragt. Ein KI-Transkriptionsgerät wie der Comulytic Note Pro kann hier eine echte Hilfe sein, die am Ende des Arbeitstages (oder nach einem Workshop, einer Pressekonferenz oder einem Interview) Arbeit erspart. Doch auch neben dem Einsatz im Berufsleben kann es punkten: etwa beim Arzt, um keine Details zu verpassen (ideal für ältere Menschen oder für Angehörige, die beim Termin nicht dabei sein konnten und später eine detaillierte Zusammenfassung lesen können), oder im Studium während einer Vorlesung, wenngleich dort der Datenschutz sowie die Erkennung der verschiedenen Sprecher schwierig sein dürften, wie wir im Test feststellten.
Selbstverständlich könnte man einfach den Audiorecorder seines Smartphones nutzen und bei Bedarf die Datei über ein KI-Tool zusammenfassen lassen. Doch das ist umständlicher und wird daher von vielen in der Regel nicht gemacht. Wenn man allerdings die App hat, genügen ein bis zwei Touchgesten und man bekommt vernünftige Ergebnisse. Daher ist ein KI-Diktiergerät nicht nur für gestresste Businessmenschen empfehlenswert, sondern ebenso für Studenten und alle, die sich um ihre betagteren Eltern kümmern und Arztbesuche begleiten etc. Kleine Schwierigkeiten bei der ersten Einrichtung der App sind bei der Nutzung später schnell vergessen, sollen jedoch nicht unerwähnt bleiben (siehe rechts unter Contra).
Die in der Basisversion enthaltenen KI-Funktionen dürften für den Privatgebrauch ausreichen, im Business empfiehlt sich eher das Premium-Abo. Ganz gleich, wo und in welchem Zusammenhang man das KI-Diktiergerät nutzt, müssen der Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht beachtet werden: Vor jedem Gebrauch sollte daher zwingend von jedem Beteiligten das Einverständnis für die Aufnahme eingeholt werden, da das unbefugte Mitschneiden von nicht öffentlich gesprochenen Worten in Deutschland gemäß StGB § 201 eine Straftat darstellt. Das Produkt wurde laut Hersteller von Anfang an in Übereinstimmung mit den Standards der DSGVO, des CCPA und des CPRA entwickelt. Derzeit werden die entsprechenden Zertifizierungen beantragt, die voraussichtlich im Mai erteilt werden sollen.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Das Gerät gibt es aktuell im eigenen Online-Shop des Herstellers für 138,99 US-Dollar (20 US-Dollar reduziert, statt sonst 158,99 US-Dollar). Eine Lieferung ist derzeit jedoch nur in die Vereinigten Staaten möglich. Das Gerät ist in Schwarz, Silber und Orange erhältlich.
Der Comulytic Note Pro ist mehr als ein KI-Rekorder, der transkribieren und Gespräche strukturiert zusammenfassen kann. Er ist ein echter KI-Assistent, der mithilfe von GPT-5, Gemini und Whisper Gespräche und Meetings strukturiert aufbereiten und gliedern, Aufgaben aus dem Gesprochenen ableiten und wichtige Punkte hervorheben und verdeutlichen kann. Mit seinem kompakten Design lässt er sich überallhin mitnehmen oder magnetisch am Smartphone oder iPhone befestigen, wo er dann auch Telefongespräche mitschneiden kann.
Spezifikationen des Comulytic Note Pro KI-Rekorders
| Interne Speicherkapazität: | 64 GB |
| Mikrofone: | 2 MEMS zur Aufnahme von Schallwellen, 1 VPU zur Körperschallaufnahme |
| Batteriekapazität: | 400 mAh (bis zu 45 Stunden Aufnahmezeit/107 Tage Stand-by) |
| Maximale Sprech-Distanz: | ca. 5 m in einer Halle |
| Bildschirm: | 128 × 80 Pixel, Größe 0,78 Zoll (ca. 2 cm) |
| Verbindung: | Bluetooth Light, WLAN |
| Gewicht: | ca. 27,6 Gramm |
| Größe: | 5,18 × 0,31 × 8,56 (B × T × H) |
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Lieferumfang und Einrichtung des KI-Transkriptionsgeräts
Die kleine, etwas umständlich zu öffnende Schachtel enthält alles, was man für den Betrieb des Comulytic Note Pro benötigt: das Gerät selbst, eine magnetische Hülle aus Kunstleder, das magnetische USB-Ladekabel samt USB-A-zu-USB-C-Adapter (etwa zum Anschluss an das Smartphone), eine englische Kurzanleitung sowie einen selbstklebenden Magnetring für Smartphones, falls man die Tasche nicht nutzen möchte, ein Case verwendet oder das eigene Smartphone über keine magnetische Rückseite wie MagSafe verfügt. Die Tasche ist exakt an den Comulytic Note Pro angepasst, sodass es nach dem schwierigen Hineinschieben sehr fummelig ist, das kreditkartengroße Gerät wieder dort herauszuziehen. Das muss man jedoch nicht, denn der Ladeanschluss, der Bildschirm und die einzige Bedientaste sind jederzeit sichtbar und erreichbar. Man kann jedenfalls sicher sein, dass das Gerät nicht aus der Tasche rutscht.
Um das Gerät nutzen zu können, benötigt man die dazugehörige App. Die war bei meinem Test nicht im deutschsprachigen Google Play Store zu finden, daher habe ich den QR-Code der Kurzanleitung genutzt und sie als sogenannte "App aus unsicherer Quelle" installiert, nachdem ich das einmalig in Android zugelassen hatte. Nach der Registrierung per E-Mail-Adresse und Passwort ließ der Verifizierungscode zu lange auf sich warten. Als er nach mehr als 30 Minuten endlich im Spam-Ordner landete, wurde er leider von der App als ungültig abgewiesen. Ich habe insgesamt fünf erfolglose Versuche gestartet, bis ich zurück zur Registrierung gegangen bin und einfach mein Google-Konto zum Anmelden gewählt habe. Damit funktionierte es auf Anhieb.
In der App wählt man seinen Berufszweig und verbindet das KI-Notizen-Gadget per Bluetooth, was sehr zügig funktioniert. Danach bekommt man als Geschenk einen 90-tägigen Gratis-Premium-Zugang. Drei Schritte personalisieren das KI-Gadget: das Speichern der eigenen Stimme für eine bessere KI-Erkennung, die Aktivierung der AWS-Cloud als Backup-Funktion, und die Anpassung der KI-Ausgabe, bei der man die KI-Inhaltssprache aus 113 möglichen Sprachen auswählt. Anschließend kann man mit dem Gerät loslegen.


Das KI-Notizgerät Comulytic Note Pro im Praxistest
Die Verarbeitung der Transkription findet im Hintergrund statt. Sobald diese abgeschlossen ist, erhält man eine Benachrichtigung. Neben einer einfachen Sprache-zu-Text-Funktion, also Transkription, bietet die App auch die Möglichkeit, die Inhalte zu strukturieren, was je nach Inhalt Zeit sparen kann, wenn man abermals drüberschauen möchte. In meinen Tests habe ich zum einen ein Gespräch mit meinem Sohn über seine zu wählenden Pflichtfächer geführt, ich war dabei rund 20 cm vom Gerät entfernt, mein Sohn knapp zwei Meter. Die Transkription war sehr ordentlich, leider wurden Einwürfe meinerseits ebenfalls meinem Sohn zugeordnet, was das Gerät eigentlich schon ob der Stimme und der veränderten Nähe zum Aufnahmegerät hätte bemerken müssen. Das Gespräch wurde von der KI ausgezeichnet zusammengefasst und die wichtigen Punkte des Dialogs wurden korrekt erfasst, sodass die drei von neun zu wählenden Fächer exakt ermittelt und die Begründungen dazu ebenfalls hinzugefügt wurden. Die Generierung der Zusammenfassung durch die KI hat bei dem rund siebenminütigen Gespräch knapp fünf Minuten gedauert.
Thematisch nicht passende Punkte wie ein kurzes Abschweifen zum Girls-and-Boys-Day hat der Comulytic Note Pro separat unter "Nebenbemerkungen und Randnotizen" zusammengefasst. Wobei der Girls-and-Boys-Day von der KI als "Gölzenbeuste" verstanden wurde. Da hilft es, dass der Inhalt der KI-Generierung jederzeit vom Nutzer geändert werden kann. Ebenso ist es möglich, die Zusammenfassung erneut durchführen zu lassen. Auch der zweite Reiter "Erkenntnisse" fasste die Inhalte des Gesprächs gelungen zusammen. Hier scheint die Strategie aus drei verschiedenen LLMs Gemini, GPT-5 und Whisper zu greifen. Das komplette Gespräch kann in der App jederzeit als Audio-File wiedergegeben, in eine Cloud hochgeladen oder als PDF, Word-Datei, TXT-Datei oder SRT-Datei exportiert werden (was ebenso für die KI-Zusammenfassung oder Erkenntnisse gilt).
Über einen schwebenden Button in der App kann man jederzeit Zugriff auf die KI erhalten. Diese habe ich nach der Zusammenfassung gebeten, mir eine E-Mail an die Schule zu verfassen, aus der hervorgeht, welche drei Fächer gewählt werden. Die erledigte die KI relativ zügig, inklusive Betreff, Ansprache und Abbinder. Es bestand nur wenig Optimierungspotenzial, wie etwa das Entfernen von Sternen zur besseren Kennzeichnung der Wahlfächer.

Mein nächster Test bezog sich auf die Möglichkeiten der Übersetzung in andere Sprachen. Hierfür habe ich ein Gespräch von vier Personen auf Englisch mitgeschnitten, das sich um die Bedeutung von Linux als Betriebssystem drehte. Die Audioaufnahme wurde in englischer Sprache abgespeichert, die KI-Zusammenfassung jedoch direkt auf Deutsch gemacht, ich hatte allerdings auch keine Möglichkeit, eine andere Sprache als die von mir zu Beginn der App-Einrichtung gewählte zu nutzen. Da Übersetzungen kein Hauptfeature des Comulytic Note Pro sind, ist das verschmerzbar. Die Übersetzung gab die wichtigsten Punkte in unter verschiedenen Absätzen generierten Aufzählungen wieder und bot keine zu beanstandenden Punkte.
Mein dritter Test drehte sich um das Importieren von Audiodateien zur Nutzung in der Comulytic-App. Hierfür habe ich einen 3-minütigen Comedy-Podcast mit vier Sprechern gewählt. Das Ergebnis war weniger zufriedenstellend. Obwohl die Sprecher deutlich zu unterscheiden waren, wurden alle vier immer wieder zu einem zusammengefasst, sodass die Transkription als nicht gelungen bezeichnet werden kann. Die Worte an sich wurden exakt wiedergegeben, doch die Sprecherrollen allesamt durcheinandergeworfen. Sobald eine kleinere Pause entstand, wurde korrekt der jeweils danach sprechende Charakter identifiziert, doch schon kurz darauf wurden alle anderen mit in den Absatz von Sprecher 3 eingebunden. Die Möglichkeit, selbst Audiodateien hochzuladen, ist jedoch sehr sinnvoll und eine gute Ergänzung.


Schlägt das Comulytic Note Pro das Plaud Note?
Die beiden KI-Rekorder Comulytic Note Pro und Plaud Note (hier geht es zu unserem Test) sind sehr identisch aufgebaut: Größe, Batteriekapazität und vieles mehr sind identisch. Während beim Plaud ein haptischer Knopf zum Starten der Aufnahme verschoben werden muss, drückt man beim Comulytic auf einen Touchbutton. Der größte Unterschied liegt im Bezahlmodell: Während Nutzer des Plaud Note ab Minute 300 pro Monat zahlen müssen, um überhaupt Transkriptionen zu erhalten, können Nutzer des Comulytic Note Pro so viele Transkriptionen vornehmen, wie sie möchten. Trotzdem gibt es auch hier ein Abo-Modell mit dem Namen "Premium". Dieses ermöglicht zum einen das Hinzufügen wichtiger Punkte zu einem Gespräch: Gibt man Begriffe ein, werden diese in der Zusammenfassung gelb markiert hervorgehoben, was die Nutzung nochmals vereinfacht, jedoch für viele Nutzer vermutlich keine Musthave-Funktion darstellen dürfte.
Wichtiger ist da schon das Ändern der KI-Generierung weg von der adaptiven Zusammenfassung eines Gesprächs, hin zu berufsnäheren Aufgaben für Makler, Vertriebler, Marketer, Mediziner, Journalisten, Anwälten, Vermögensmanagern, Headhuntern, Versicherungskaufleuten und mehr: Wählbare Vorlagen sind etwa Brainstorming, Team-Meeting, Vertriebsanalyse, Kundenanalyse, Erstellen von Protokollen für Verkäufer oder Käufer, Feedback zu Besichtigungen, Therapiesitzungen, Anhörungsprotokolle, Gerichtsprotokolle, Interview, Presseartikel, Kunden-Onboarding, Finanzanalyse und viele weitere. Möchte man das Gerät speziell in seinem Beruf nutzen, ergibt die Premium-Funktion durchaus Sinn. Nach dem ersten Aktivieren der App als neuer Nutzer ist Premium für 90 Tage kostenlos freigeschaltet. Danach kostet Premium pro Monat 14,99 US-Dollar bzw. jährlich 119,99 US-Dollar (ca. 10 US-Dollar/Monat).




Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.










