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Das neue Gaming-Headset GH510 von Avermedia kommt nach Europa

RGB-Leuchten prägen den Look des GH510
RGB-Leuchten prägen den Look des GH510
AVerMedia launcht ihr neues Gaming Headset GH510. Wir haben es schon mal aufgesetzt und hineingehört. Die Kopfhörer sind ideal für Gamer und Streamer geeignet. AVerMedia knausert dabei auch nicht beim Lieferumfang.
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AVerMedia ist als Hardware-Hersteller für die Gaming-Szene bekannt, wie beispielsweise mit der großen Palette an Capture-Cards zum Streamen von Inhalten oder ihren Audiogeräten. In Kürze wird ein weiteres Produkt von AVerMedia in Europa veröffentlicht. Das Gaming-Headset, kurz GH510, oder lang mit dem vollständigen Namen “Live Gamer Waves 510”.

AVerMedia hat uns ein Exemplar zur Hineinhören überlassen, welches wir in den letzten Tagen für diesen kurzen Bericht in Verwendung hatten. Die Verarbeitung des Kopfhörers ist überwiegend sehr gut, vereinzelt gesellt sich zur guten Qualität aber leider einfaches Plastik dazu, wie die gerillten Außenschalen der Kopfhörer. Der allgemeine Eindruck und das Design können aber dennoch überzeugen. Vor allem der breite und angenehm gepolsterte Bügel lässt zusammen mit dem geringen Gesamtgewicht von 362 Gramm den Kopfhörer auch nach längerer Tragedauer nicht unangenehm auffallen.

Beim Lieferumfang bleiben keine Wünsche offen, hier überrascht uns AVerMedia unter anderem mit einem zweiten Satz an aufsteckbaren Ohrpolstern mit Stoffüberzug, während der erste Satz aus weichem Kunstleder besteht. Weiters sind zwei verschiedene Kopfhörerkabel beigelegt, ein herkömmliches 3,5-mm-Klinke- und ein USB-Kabel, über welches sich die Kopfhörer den Strom und Input für die RGB-Leuchteffekte holt. Das normale Kabel bietet dafür ein Mikrofon und Tasten für die Lautstärke, aber auch beim USB-Betrieb kann diese direkt am linken Kopfhörer durch ein Rädchen verstellt werden. Wird kein Mikro benötigt, ist es möglich, das Schwanenhals-Mikrofon durch einfaches Abstecken zu entfernen.

Gegenüber dem Vorgänger, dem SonicWave 7.1, welcher nur in einer USB-Variante existiert, hat sich einiges verändert. Laut Herstellerangaben beherrschen die 50 Millimeter großen Treiber nun mit 20 Hz bis 40 kHz den doppelten Frequenzbereich mit einer Impedanz von 32 Ohm. Die Empfindlichkeit wird mit 95 dB mit dem USB-Kabel und 110 dB mit dem 3,5-mm-Klinkenkabel bei 1 kHz angegeben.

Das abnehmbare omnidirektionale Mikrofon besitzt einen Frequenzbereich von 100 Hz bis 20 kHz bei einer Empfindlichkeit von 29 dB. Am Mikrofonende ist eine LED verbaut, die bei eingeschaltetem Mikrofon rot leuchtet. 

Auf der AVerMedia-Seite wird zur Steuerung des GH510 die Software “SoundEngine” zum Download angeboten. Mit Hilfe dieser können der Virtual 7.1 Surround Sound und die RGB-Lichteffekte eingestellt werden. Dafür muss der Kopfhörer mittels USB-Kabel mit dem PC verbunden sein. Unter anderem beinhaltet das Programm auch einen umfangreichen Equalizer.

Die Soundqualität ist überzeugend, die jeweiligen Frequenzbereiche sind relativ ausgeglichen mit einem kleinen Hang zu ausgeprägten Hochtönen. AVerMedia verleiht den Kopfhörern das Logo für “High-Res Audio” aufgrund des breiten Frequenzbereichs bis 40 kHz, jedoch muss man anmerken, dass sich das GH510 eindeutig besser als Gaming-Headset anstellt und sicherlich auch dort seine Zielgruppe finden wird, als bei audiophilen Usern, die High-Res-Musik geniessen wollen. Mit dem GH510 bekommt der Käufer neben der Soundqualität durch das reichlich mitgelieferte Zubehör viel fürs Geld geboten. Obwohl die Verarbeitungsqualität stimmt, hätte AVerMedia mehr hochwertige Materialien verwenden können, dies hätte aber dann letztendlich sicher zu einem höheren Kaufpreis geführt. 

Preis und Verfügbarkeit werden von AVerMedia noch bekannt gegeben.

Mit "Sound Engine" lassen sich umfangreiche...
Mit "Sound Engine" lassen sich umfangreiche...
... Einstellungen beim Kopfhörer tätigen.
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Autor: Daniel Puschina, 16.02.2020 (Update: 16.02.2020)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.