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Datenschutz-Lücke ermöglicht jedem die Überwachung von Autos – durch Signale der Reifendrucksensoren

Symbolbild: Smartphone mit Navigations-App
ⓘ Alicia Christin Gerald
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Eine vorgeschriebene Sicherheitsfunktion hat ein massives Datenschutz-Loch aufgerissen: Billige Funkempfänger reichen aus, um Bewegungsprofile von Autos zu erstellen.

Forscher des IMDEA Networks Institute haben eine erhebliche Sicherheitslücke bei modernen Autos aufgedeckt. Eine aktuelle, zehnwöchige Studie hat ergeben, dass das Reifendruckkontrollsystem (RDKS), ein seit Ende der 2000er Jahre in vielen Regionen obligatorisches Sicherheitsmerkmal, unverschlüsselte Signale sendet.

Diese können abgefangen werden, um Fahrzeugbewegungen in Echtzeit zu verfolgen. Da diese Sensoren eine dauerhafte, eindeutige Kennung im Klartext übertragen, um den Bordcomputer über zu niedrigen Reifendruck zu informieren, können Dritte diese Funkwellen problemlos erfassen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen kamerabasierten Überwachung, die eine direkte Sichtverbindung erfordert, dringen die Signale dieser automatischen Reifensensoren durch Wände und andere Fahrzeuge hindurch. Dies ermöglicht es kleinen, versteckten Funkempfängern, die bereits ab etwa 25 bis 100 Euro pro Stück erhältlich sind, Daten von fahrenden Autos aus Entfernungen von über 50 Metern zu erfassen. 

Im Rahmen der Praxistests sammelte das Forschungsteam über sechs Millionen Nachrichten von mehr als 20.000 Fahrzeugen. Durch den Abgleich der Signale aller vier Reifen kann ein Netzwerk dieser kostengünstigen Empfänger hochsensible Informationen ableiten, darunter den Tagesablauf des Fahrers, den Fahrzeugtyp und sogar das Gewicht der transportierten Ladung.

Die Ergebnisse sind detailliert in dem Forschungsbericht beschrieben, der für die IEEE WONS 2026 angenommen wurde, und verdeutlichen eine klaffende Lücke in den aktuellen Cybersicherheitsvorschriften für Fahrzeuge. Die Forscher betonen, dass die Überwachungssysteme ursprünglich ausschließlich auf Sicherheit und nicht auf Datenschutz ausgelegt waren.

Das Fehlen einer grundlegenden Authentifizierung macht Fahrer anfällig für passive Massenüberwachung. Infolgedessen fordern die Forscher politische Entscheidungsträger und Automobilhersteller dringend auf, künftig strenge, auf den Datenschutz ausgerichtete Maßnahmen in der Fahrzeugarchitektur vorzuschreiben, um zu verhindern, dass routinemäßige Sicherheitssysteme missbraucht werden

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Datenschutz-Lücke ermöglicht jedem die Überwachung von Autos – durch Signale der Reifendrucksensoren
Autor: Chibuike Okpara, 26.02.2026 (Update: 26.02.2026)