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EFF erlaubt Vibe Coding für die Software-Entwicklung: ChatGPT und Co. nur mit harten Auflagen

EFF erlaubt Vibe Coding
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EFF erlaubt Vibe Coding
Die EFF kämpft traditionell gegen staatliche Überwachung und für die Freiheit im Netz. Neben Schützenhilfe vor Gericht, stellt die NGO auch Open-Source-Software bereit. Diese darf künftig unter strengen Auflagen mit KI-Tools weiterentwickelt werden.

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist eine US-amerikanische NGO welche sich dem Schutz digitaler Rechte und der Privatsphäre verschrieben hat. Seit 1990 ist der Verein aktiv und geht dabei verschiedene Wege, um die eigenen Ziele zu verwirklichen. Neben vielen gerichtlichen Auseinandersetzungen und einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, setzt der Verein auch auf die Bereitstellung von Software. Wobei sie auf ein kleines Team aus festen Mitarbeitern und freiwilligen Unterstützern angewiesen ist. Da es für die NGO eine Herausforderung darstellt, genügend qualifizierte Programmierer für ihre Projekte zu motivieren, könnte eine nun veröffentlichte Richtlinie zum sogenannten Vibecoding eine Brücke schlagen.

Die neue Richtlinie der EFF besagt, dass Code-Beiträge, die mit Unterstützung von Large Language Models (LLMs) erstellt wurden, explizit als solche gekennzeichnet werden müssen. Die Organisation verbietet KI-Werkzeuge nicht gänzlich, da ein pauschales Verbot in der heutigen Zeit unpraktisch wäre. Stattdessen wird verlangt, dass jeder Mitwirkende den eingereichten Code vollständig versteht und die Dokumentation sowie Kommentare zwingend von einem Menschen verfasst werden. Damit reagiert die EFF auf das Problem, dass KI-generierter Code zwar oberflächlich korrekt wirken kann, oft aber subtile Fehler oder Halluzinationen enthält, deren Korrektur die knappen Ressourcen der Maintainer unnötig bindet.

Dieser Ansatz fördert eine Art digitales Vier-Augen-Prinzip, bei dem die KI als Ideengeber fungiert, während der Mensch die finale Verantwortung trägt. Besonders für eine NGO wie die EFF, die auf die Korrektheit ihrer Werkzeuge angewiesen ist, bietet dies eine Chance: Freiwillige können effizienter arbeiten, solange sie sich intensiv mit den KI-Vorschlägen auseinandersetzen, bevor sie diese einreichen. Durch die Pflicht zur manuellen Kommentierung wird sichergestellt, dass sich Programmierer kritisch mit dem KI-erstellten Code auseinandergesetzt haben. Dies entlastet die Kernteams und stellt sicher, dass Open-Source-Tools der EFF weiterhin höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, ohne den Anschluss an moderne Entwicklungsmethoden zu verlieren.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > EFF erlaubt Vibe Coding für die Software-Entwicklung: ChatGPT und Co. nur mit harten Auflagen
Autor: Marc Herter, 23.02.2026 (Update: 23.02.2026)