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Doch noch Rettung für BioWare? Kanadischer Politiker hat ungewöhnlichen Plan

Nach über 30 Jahren ist für BioWare Schluss – zumindest, wenn es nach Electronic Arts geht.
ⓘ Bioware, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0 (bearbeitet)
Nach über 30 Jahren ist für BioWare Schluss – zumindest, wenn es nach Electronic Arts geht.
Nach der Schließung von BioWare bringt ein kanadischer Politiker einen unerwarteten Plan auf den Tisch, der BioWare doch noch retten soll: Die ehemaligen Entwickler sollen das Studio mit staatlicher Unterstützung selbst übernehmen.

Mit BioWare hat die Gaming-Welt gerade eines ihrer traditionsreichsten Entwicklerstudios verloren. Das Studio wurde im Zuge der Umstrukturierung bei Electronic Arts, die insgesamt rund 400 EA-Mitarbeiter ihren Job kosten wird, geschlossen. Nun keimt jedoch wieder etwas Hoffnung für das kanadische Entwicklerstudio auf – und die kommt direkt aus der Politik des eigenen Landes, konkret von Avi Lewis, dem Vorsitzenden der kanadischen New Democratic Party. In einem Beitrag auf Bluesky kritisiert Lewis den Einfluss von Private-Equity-Investoren, denen er vorwirft, Unternehmen im Interesse kurzfristiger Gewinne auszuschlachten. Die BioWare-Entwickler wissen, wie man ein Studio führt – und „die Spiele entwickelt, die wir alle lieben“ –, so der Politiker. Lewis findet, BioWare sollte die Gelegenheit und die notwendige staatliche Unterstützung erhalten, um sich selbst zu leiten. 

Bislang ist das jedoch lediglich eine offene politische Forderung, die viele Fragen offenlässt. Wäre EA zu einem Verkauf bereit und hätten BioWare-Mitarbeiter überhaupt Interesse, das Studio selbst zu übernehmen? Eine weitere wichtige Frage: Was würde mit den Markenrechten an Titeln wie Mass Effect oder Dragon Age geschehen? Dass EA diese ohne Weiteres abgeben würde, erscheint eher unwahrscheinlich. Auch eine Rückmeldung aus der Regierung fehlt bislang.

Auf Reddit stößt das Thema zwar auf reges Interesse, so richtig vorstellen können sich dieses Szenario aber die wenigsten. Dabei zweifeln Fans nicht nur, dass es zu einer stattlich unterstützten Übernahme kommen könnte, sondern auch daran, dass diese die erhoffte Rettung wäre. Das Argument: Die Entwickler, die einst Klassiker wie Mass Effect, Dragon Age: Origins und Star Wars: Knights of the Old Republic erschaffen haben, wären längst weitergezogen. Zudem steht die Frage im Raum, inwiefern es für die kanadische Regierung zu rechtfertigen wäre, Steuergelder für die Rettung eines bereits angeschlagenen Entwicklerstudios aufzuwenden.

Quelle(n)

Avis Lewis via Bluesky 

Bildquelle: Bioware, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0 (bearbeitet)

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Autor: Marius Müller, 26.10.2026 (Update: 26.10.2026)