Wer offiziell 1499 Euro für das Sony Xperia 1 VII ausgibt, erwartet wie vom Hersteller angepriesen höchste Bildqualität. Die bekommt man auch, wie unser Test zeigt.
Allerdings muss man dafür den Automatik-Modus der Kamera-App links liegen lassen, denn bessere Ergebnisse als die High-End-Konkurrenz liefert das Sony-Smartphone nur, wenn man alle Aufnahmeparameter selbst einstellt. Für das Zielpublikum ist das sicher kein Nachteil.
Bei den Kameras setzt das Sony Xperia 1 VII auf ein Triple-Setup bestehend aus einer 48-MP-Hauptkamera, einer ebenfalls mit 48 MP auflösenden Ultraweitwinkelkamera sowie einer Telelinse mit 12 MP und einem bis zu 7,1-fachen optischen Zoom. Die an der rechten Seite platzierte Kamera-Taste hat sich Sony nicht von Apple abgeschaut, denn sie gehört bereits seit dem allerersten Xperia 1 zur Ausstattung.
Speziell: Dicke Displayränder, microSD und 3,5-mm-Klinkenbuchse
Dass Sony mit seinem Flaggschiff gegen dem Strom schwimmt, zeigt sich auch an diversen anderen Stellen, zum Beispiel beim Gehäuse: Mit 197 Gramm ist das Xperia 1 VII für ein 6,5 Zoll großes Handy angenehm leicht, obendrein hervorragend verarbeitet, sehr griffig sowie obendrein wasser- und staubdicht nach IP68.
Das Design des Alu-Glas-Gehäuses steht aber nicht an erster Stelle, was man an den vergleichsweise dicken Displayrändern an Ober- und Unterseite merkt, womit das Xperia 1 VII aus der aktuellen Flaggschiff-Konkurrenz optisch sofort hervorsticht.
Sehr ungewöhnlich für ein Smartphone dieser Preisklasse ist auch der mit 256 GB sehr knapp bemessene interne Speicher. Allerdings lässt sich der über den microSD-Slot, den man bei High-End-Geräten mittlerweile fast gar nicht mehr findet, um bis zu 2 TB erweitert werden. Das geht auch sehr schnell, denn der microSD-Slot, der gleichzeitig Platz für eine SIM-Karte bietet, lässt sich wie schon beim Vorgänger ohne Werkzeug öffnen.
Genauso wie der microSD-Slot fällt auch der 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss des Xperia 1 VII in die Kategorie „exotisch“. Mit einem Signal-Rausch-Verhältnis von 99,84 dBFS ist die Klinkenbuchse sehr rauscharm. Hochwertige Kopfhörer oder externe Lautsprecher vorausgesetzt liefert Sonys Premium-Handy dann auch eine starke Audioqualität ab.
Kamera-Monitor nur noch gegen Bezahlung
Noch eine Besonderheit: Der USB-C-Port des Xperia 1 VII ist intern mit USB 3.1 Gen.1-Tempo (= USB 3.0) angebunden, schaufelt mit unserer externen Test-SSD Samsung 980 Pro beim Kopiertest standesgemäße 316,5 MB/s über den Bus. Zudem erlaubt der USB-C-Anschluss die kabelgebundene Bildausgabe an HDMI- oder DisplayPort-Schnittstellen.
Eine bei Kamera-Puristen begehrte Funktion hat Sony jedoch hinter einer Abo-Schranke versteckt: Die Möglichkeit, Xperia-Handys über USB-C als externen Monitor für Sony-Kameras zu verwenden, gibt es in Sonys Monitor & Control App zwar weiterhin, allerdings nur noch gegen Bezahlung. Wer die Funktion nutzen will, zahlt dann monatlich 4,99 Euro für das Basic-Abo der App.
Den vollständigen Test zum Sony Xperia 1 VII lesen Sie hier.









